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Thema: CRM - Datenschutz Kunden Interessenten

  1. #1
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    Ausrufezeichen CRM - Datenschutz Kunden Interessenten

    Wir hinterlegen zur Zeit Kunden Interessenten in unserem CRM- System, die ein Angebot bekommen haben oder auch nur beraten worden sind.
    Diese Firmen bekommen keine Datenschutzunterlagen von uns (da keine Vertragsbeziehung zustande kommt).
    Wir legen aber den Kunden als Zielkunde ab (evtl. mit Unterlagen, die wir bekommen haben), um ihn im nächsten Jahr erneut anzusprechen.


    Die Lösung sollte dahin gehen, dass wir die Nichtkunden vorab informieren und der Kunde dem widersprechen muss, ansonsten wäre die Ablage okay, oder was kann man da machen? Reichen AGB's ?

  2. #2
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    Ich möchte gerne auf die Suchfunktion des Forums verweisen, das ist immer wieder Thema und wurde gefühlt auch schon mehrmals beantwortet.
    Im Unterforum zu Werbung, Direktmarketing und Adresshandel werden Sie sicher fündig https://www.bfdi.bund.de/bfdi_forum/...splay.php?f=24

    Trotzdem zwei weiterführende Links dazu:
    * Das ist im Kern keine Datenschutz-Frage, sondern des UWG -> https://dejure.org/gesetze/UWG/7.html
    * Ansonsten hat sich die DSK zur datenschutzrechtlichen Frage "Verarbeitung personenbezogener Daten für Werbung" positioniert
    -> https://www.datenschutzkonferenz-onl...dsk_kpnr_3.pdf

    Viele Grüße
    CK

  3. #3
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    Es ist ja keine Werbung. Wir arbeiten mit einer Versicherung. Und wenn wir ein Kunden beraten kommt es ist nicht immer zum Vertragabschluss (muss erst alte Sachen kündingen usw.). Die Frage ist also nicht für Werbung sonder ob wir seine DAten für ein Angebot speichern dürfen ohne einwilligung... Ich muss sie ja speichern...

  4. #4
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    Das hat sehr viel mit dem UWG und Werbung zu tun - vor allem an dem Punkt, wie Sie das für B2B und/oder B2C hinbekommen.

    Der Ablauf ist doch wahrscheinlich folgender:
    Sie haben eine Lead generiert, kommen aber zu keinen Vertragsabschluss.
    Sie möchten den Kunden in 12 Monaten wieder kontaktieren, um Ihr Produkt erneut anzubieten sprich zu bewerben.
    Woher nehmen Sie die Rechtsgrundlage, die Daten zu speichern? Vorvertragliche Handlung? Berechtigtes Interesse?
    Zur Interessensabwägung als Rechtsgrundlage und was da (statt einer Einwilligung) möglich ist, sagt das Kurzpapier der DSK sehr viel.

    Ansonsten gilt je nach B2C oder B2B eben das, was in §7 des UWG steht.

  5. #5
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    Zitat Zitat von adrian Beitrag anzeigen
    Wir hinterlegen zur Zeit Kunden Interessenten in unserem CRM- System, die ein Angebot bekommen haben oder auch nur beraten worden sind.
    Wenn Sie zur Zeit die Daten anlegen von Interessenten bzw. für Sie interessanten Betroffenen, dann hatten Sie bei der Datenerhebung sicherlich bereits auf die weitere Verarbeitung hingewiesen und
    die Zustimmung der Betroffenen eingefordert?

    Dann dürfte doch, in Verbindung mit Erfüllung der Informationspflichten einem werbenden Kontakt nächstes Jahr nichts im Wege stehen.

    Die Problematik hier, sehe ich eher in der Trennung von Bestandskunden zu Interessierten (die Ihr Interesse geäussert hatten) und den potentiellen Kunden, die noch kein Produkt bei Ihnen geordert hatten.
    Potentiell, da ich auch der Versicherung früher mal gesagt habe "Keine Zeit", "aktuell nicht".

    Mittlerweile bin ich da direkter und sage "Sollte ich an einem Produkt interessiert sein, frage ich an". Sie dürfen also meine Daten nicht speichern und mich nicht anschreiben oder anrufen.

    "ob wir seine DAten für ein Angebot speichern dürfen ohne einwilligung... Ich muss sie ja speichern... "

    Diese Frage ist genau der Punkt. Auf welche Grundlage stützen Sie die Verarbeitung ? Fangen Sie bei der Erhebung der Daten an. Haben Sie schon Einwilligungen?

    Denn ohne Einwilligung, sehe ich hier (werbende Ziele) kaum Möglichkeiten. Und wie, definieren Sie "Ich muss sie ja speichern"?

    Da blick ich grad nicht durch..


    Gruß

    Dataparanoia

  6. #6
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    Die Darstellung ist etwas zu unklar, "wir arbeiten mit einer Versicherung" sagt wenig. Und die Hoffnung "wir haben noch keine Vertragsbeziehung" ist trügerisch. Ich habe lediglich verstanden: es ist B2B-Geschäft.

    Was passiert denn nun genau? Versicherungsvermittlung (gilt da auch die Beratungs- und Dokumentationspflicht?) oder was? Mir ist schon klar, dass ein Vertriebler "nie" Daten erhoffter Kunden löscht ...

  7. #7
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    Zitat Zitat von haderner Beitrag anzeigen
    Mir ist schon klar, dass ein Vertriebler "nie" Daten erhoffter Kunden löscht ...
    Das ist ja das Manko, wenn die Daten nicht rechtmäßig erhoben wurden, dann ringt man hier mit dem Gewissen. Und welche Entscheidung man auch trifft, sie wird einen in den Wahnsinn treiben.

    Daher hatte ich den Fokus weg von der Speicherung der Daten zuerst auf die Erhebung geleitet. Adrian wird sich zunächst mit der Datenerhebung beschäftigen müssen um eine Antwort auf die Weiterverarbeitung durch "Speichern" finden zu können.

    Gruß

    Dataparanoia

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