Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 13

Thema: Bewerbungen versendet ohne das Wissen des Teilnehmers

  1. #1
    Registriert seit
    10.10.2018
    Beiträge
    3

    Standard Bewerbungen versendet ohne das Wissen des Teilnehmers

    Hallo und guten Abend,

    ich bin in einer Maßnahme ( Teilhabe am Arbeitsleben) die gefördert wird von meiner DRV. Nun zu meiner Frage ist es erlaubt das während meiner Abwesenheit sprich Urlaub / Krankmeldung, meine Bewerbungsunterlagen mit allen Zeugnissen , Urkunden, Lebenslauf versendet werden dürfen?? Ohne meines Wissens und ohne das ich zuvor gefragt wurde.

    Gruß Nichdoch

  2. #2
    Registriert seit
    23.02.2017
    Beiträge
    549

    Standard

    Hallo nichtdoch

    Könnten Sie DRV spezifizieren, damit wir im Kaffeesatz nach möglichen Rechtsnormen gucken können?

    Sollte es sich um eine Art Jobcenter handeln, oder eine Massnahme sein die über im Sozialgesetzbuch geregelte Normen definiert ist, so haben Sie möglicherweise einen Zielvertrag unterschrieben?

    Steht da drin, wie mit Ihren Unterlagen verfahren werden darf?

    Ohne etwas mehr Details ist die Frage schlecht zu beantworten. Möglicherweise habe ich Ihnen die Antwort aber jetzt schon durch die Rückfragen geliefert.

    Gruß

    Dataparanoia

  3. #3
    Registriert seit
    10.10.2018
    Beiträge
    3

    Standard

    Hallo Dataparanioa,

    ich bedanke mich vorab für Ihre Antwort.

    Nun DRV= Deutsche Rentenversicherung, bei mir ist es der Bund. Ich musste mir heute eine Kopie des Vertrages geben lassen da mir jetzt erst auffiel das es nur ein Exemplar gibt und dies im Besitz des Mitteldeutsche Institut ist. Dieses Institut bekommt monatliche Teilbeträge von der DRV. Genehmigt wurden mir 12 Monaten im Zuge der Teilhabe am Arbeitsleben.

    Und Sie haben recht darin ist eine Klausel die besagt, ich Zitiere

    "Der Teilnehmer stimmt zu, dass Fotos für datenrechtlich geschützte Unterlagen im Institut und zu Bewerbungszwecken aufgenommen und genutzt werden dürfen. Darüber hinaus willigt der Teilnehmer ein, das seine Unterlagen im Rahmen der Maßnahme bzw. zu Bewerbungszwecken unter Einhaltung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen an dementsprechenden Drittpersonen weitergereicht werden dürfen."

    Kann ich nun wenigstens im Nachhinein dieser einen Klausel widersprechen, sprich widerrufen? Und wenn ja wie mache ich dies am korrektesten ?

    Gruß nichdoch

  4. #4
    Registriert seit
    23.02.2017
    Beiträge
    549

    Standard

    Hallo nichdoch

    Die deutsche Rentenversicherung schließt diese Verträge gem. den gesetzlichen Richtlinien.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie die Möglichkeit haben diesem passus zu wiedersprechen. Auch für die zukünftige Ausgestalltung solcher Verträge gilt zu bedenken, dass den Leistungen der Rentenversicherung auch eine vertraliche Leistung Ihrerseits entgegenstehen dürfte. Das haben auch Verträge in der Privatwirtschaft gemein.

    Für die Zukunft liegt es dann an Ihnen, das für und wieder von Vertragsbestandteilen vor Unterschrift abzuwägen. Das ist übrigends Usus weltweit, dass Verträge vor Unterschrift durchgelesen und besprochen werden sollten.

    Auch AGB´s lesen oder Lizenzvereinbarungen vor Download von Apps ist nicht nur aus datenschutztechnischer Sicht Bestandteil der Vertragsprüfung.

    Irrtümer vorbehalten und

    Gruß

    Dataparanoia

  5. #5
    Registriert seit
    10.10.2018
    Beiträge
    3

    Standard

    Guten Tag Dataparanoia

    Danke für Ihre Zeit und die Antwort.

    Ich bin nicht dumm, und ohne mich heraus reden zu möchten, scheint es mir das Sie zum Glück noch nicht in so einer Lage waren. Man hat uns gleich am ersten Tag unter Druck gesetzt zu unterschreiben, mag sein das dies auch nichts rechtens ist. Jedoch man hat schon sehr gekämpft das man überhaupt nach langer Erkrankung und Widersprüche endlich eine Teilhabe am Arbeitsleben bekommt. Und somit sitzt man da und hat tausend Gedanken im Kopf, den Druck von den sogenannten Dozenten endlich und sofort zu unterschreiben. Was man dann auch tut, weil man Angst hat wenn man sich widersetzt dann war es das.

    Ich lese immer alles durch bevor ich unterschreibe, mag auch sein das auch ich etwas überlese und bin mir auch nicht zu schade nachzufragen wenn ich etwas nicht verstehe. Doch in diesem speziellen Fall war es nun mal anders.

    Es war mir ein Bedürfnis ( warum auch immer ) mich zu rechtfertigen.

    Gruß

    nichdoch

    P.S. Tipp, evtl. weniger Arroganz ;-)

  6. #6
    Registriert seit
    22.02.2011
    Ort
    München
    Beiträge
    3.139

    Standard

    Die spezielle Frage hat im Erwerbslosen-Forum https://www.elo-forum.org/ vermutlich bessere Chancen auf Antworten oder Lösungsmöglichkeiten, das Unterforum https://www.elo-forum.org/weiterbild...se-massnahmen/ könnte passen.

  7. #7
    Registriert seit
    23.02.2017
    Beiträge
    549

    Standard

    Haderner

    für die weiterführenden Links.

    Dennoch möchte ich an dieser Stelle, noch wie folgt, an "nichdoch" antworten:

    Sie irren. Sehr wohl, war ich bereits in ähnlicher Situation und verstehe Ihr Anliegen. In ähnliche Situation geraten, da für Menschen eingesetzt, denen es ging, wie Ihnen oder ähnlich.

    Mit dem Hinweis auf Verträge durchlesen, ermutige ich zum Nachhaken, ggf. nein sagen und diese Position von Beginn an zu vertreten. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man sich nicht nur "Unten" befindet, sondern auch sofort im Krieg. Die, die Ihnen helfen sollen, sind zu wenig, teilweise zu uninformiert und/oder haben selbst anhand der Rahmenbedingungen resigniert. Und einige sind von "oben herab", arrogant und mit diesen möchte ich mich keinesweg in diesen Topf werfen lassen. Ich habe Menschen zum Amt begleitet um genau die von Ihnen geschilderte Situation gar nicht erst entstehen zu lassen und habe Dienst und Fachaufsichtsbeschwerden geschrieben.

    Wenn Sie ein Forum anschreiben, wo sachlich und objektive Antworten zu erwarten sind, komm ich nicht umhin, Ihnen sachlich meine Einschätzung zu vermitteln. Dies ohne Mittäterschaft am Gesetz an sich.
    Ob ich die gesetzlichen Richtlinien gutheiße oder nicht, ist hierbei irrelevant. Ich bedanke mich ausdrücklich für Ihre Rechtfertigung. Denn hierdurch hatte ich zumindest noch die Möglichkeit eines grade zu Rücken.

    Ich distanziere mich ausdrücklich von der Arroganz mancher Menschen, insbesondere gegenüber Hilfsbedürftiger. Denn meist geschieht dies, aus Unkenntnis und zu vorschnellen pauschalen Urteilen.

    Bei Ihnen war, ist "das Kind im Brunnen". Dies habe ich der 12 monatigen Frist entnommen, daher konnte ich nur für die Zukunft plädieren. Möglicherweise ist auch der Vertrag an sich anfechtbar, oder Sie sind einer "Falschberatung" aufgesessen und der Berater ist Schadensersatzpflichtig??? Alle diese Rechte abzuwägen und ggf. durchzusetzen ist aber nicht Gegenstand dieses Forums und bedingt der Hinzuziehung eines Fachanwaltes für Sozialgerichtsbarkeit.

    Es trifft mich sehr, dass Sie die Antwort als Arrogant einstufen, aber die Sachlage lässt, nüchtern betrachtet, kaum Raum für Interpretation.

    Gruß

    Dataparanoia

  8. #8
    Registriert seit
    23.09.2018
    Beiträge
    8

    Standard

    "Der Teilnehmer stimmt zu, dass Fotos für datenrechtlich geschützte Unterlagen im Institut und zu Bewerbungszwecken aufgenommen und genutzt werden dürfen. Darüber hinaus willigt der Teilnehmer ein, das seine Unterlagen im Rahmen der Maßnahme bzw. zu Bewerbungszwecken unter Einhaltung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen an dementsprechenden Drittpersonen weitergereicht werden dürfen."
    Zu der Frage, die Sie dazu gestellt haben: Ja, diese dürfen die Bewerbungen rausschicken und ja, Sie können dagegen vorgehen (kündigen), sofern der Vertrag nicht mit einer definierten Laufzeit unterschrieben wurde.

  9. #9
    Registriert seit
    07.06.2018
    Beiträge
    468

    Standard

    Zitat Zitat von DSGVO Beitrag anzeigen
    Sie können dagegen vorgehen (kündigen), sofern der Vertrag nicht mit einer definierten Laufzeit unterschrieben wurde.
    Was hat die Rücknahme einer Einwilligung im Sinne der DSGVO Ihrer Meinung nach mit der Laufzeit eines (kaufmännischen) Vertrages zu tun?
    Viele Grüße
    CK

  10. #10
    Registriert seit
    23.02.2017
    Beiträge
    549

    Standard

    Also ich hatte die Rechtmäßigkeit des Versands der Bewerbungen aufgrund der vertraglichen Gestaltung bereits angenommen. Auch eine Vertragsanfechtung könnte gegeben sein, wenn es der Vertrag es hergibt.

    Einzelheiten kennen wir nicht. Aber jetzt mal unter uns Datenschützer. Der Vertrag arbeitet doch nicht mit Einwilligungslösung. Da steht mit Sicherheit klipp und klar drin, dass die Bemühungen der Behörde zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt eine Leistung gemäß SGB fragmichnich. Hierzu muss der Vertragspartner...Bewerbungsunterlagen...sonst, nix Leistung.

    Keine Freiwilligkeit, sondern klassisch DSGVO Art6b) Vertrag. Das Ministerium möchte ich sehen, welches bei diesen Verträgen auf Einwilligung setzt.

    Im übrigen wurde bereits von Beginn an, auf die 12 monatige Vertragsdauer hingewiesen. Das Verfahren zur Auflösung eines Vertrages dürfte die "Restlaufzeit" überdauern.

    Aus diesem Grunde hatte ich auch zur optimierten Vertragsprüfung vor künftigen Abschlüssen, hingewiesen, was dann leider nicht so gerockt hatte.

    Gruß

    Dataparanoia

Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Darf der Arbeitgeber ohne mein Wissen Daten weiter geben?
    Von Amanda im Forum Betriebsrat, Personalrat
    Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 24.12.2015, 13:31
  2. wie geht das ohne Vorratsdatenspeicherung eigentlich?
    Von Marder im Forum Datenschutz - Gesellschaft - Politik
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 20.02.2014, 11:27
  3. CHECK24 - Automatische Konditionsabfragen und Kontoanträge ohne mein Wissen
    Von TechnicalSkillz im Forum DATENSCHUTZ IM ALLTAG
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 02.08.2013, 10:52
  4. Betriebsvereinbarung ohne Betriebsrat & Abscannen von PC`s ohne Wissen
    Von nocravallos im Forum Betriebsrat, Personalrat
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 23.02.2011, 22:15
  5. Bank startet regelmäßig SCHUFA-Abfragen ohne mein Wissen
    Von Pentax77 im Forum Banken, Versicherungen, Finanzdienstleistungen, Auskunfteien
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 06.07.2010, 11:25

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •