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Thema: Auftragsverarbeitung für Privatpersonen? Auftrag an Fotograf ADV?

  1. #21
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    Darf ich zur Stabilisierung von Einschätzungen bitte auch bdsb im vollem Umfang beipflichten?

    Der Fotograf kann auch ganz toll Blumen, Tiere, Landschaften...

    Ich schreib jetzt auch ganz wenig, damit es nicht zu kompliziert wird.

    Fremde Fachleistung, kein AVV

    Bei einem Institut zur Erkennung, Erfassung und Auswertung biometrischer Daten auf Bildern (Facebo(ck)) kann das wieder aussehen.

    Gruß

    Dataparanoia

  2. #22
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    Zitat Zitat von Hanabi Beitrag anzeigen
    Hallo @... & @bdsb,

    spätestens mit Beitrag #4 (kam vom Fragesteller) kann die Ursprungsfrage als beantwortet betrachtet werden. Inzwischen geht der Thread über 2 Seiten und Überblick hat man eh nicht mehr. Also ruhig munter weiterdiskutieren
    ...
    Hallo Hanabi,

    Gewürze können selten schaden, manchmal ist es ja ansonsten auch zu fade ...

    Ihr Rückschluss stimmt: Spätestens mit Beitrag #4 (kam vom Fragesteller) kann die Ursprungsfrage als beantwortet betrachtet werden. Ab dort kann sich der Fragesteller "ausklinken", sofern er nicht weiteres Interesse an derartigen Diskussionen hat.
    Geändert von Ulrich Dammann (15.10.2018 um 11:06 Uhr)

  3. #23
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    Zitat Zitat von Dataparanoia Beitrag anzeigen
    ...

    Ich schreib jetzt auch ganz wenig, damit es nicht zu kompliziert wird.

    Fremde Fachleistung, kein AVV

    ...
    Präzise auf den Punkt gebracht. Danke!

  4. #24
    Gast3 Gast

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    Also ruhig munter weiterdiskutieren
    Nagut, dann eben doch keinen neuen Thread.

    Auch in den Erwägungsgründen findet sich das "Foto" nicht.
    Quasi doch, in Erwägungsgrund 51: https://dsgvo-gesetz.de/erwaegungsgruende/nr-51/

    Dort steht:
    Die Verarbeitung von Lichtbildern sollte nicht grundsätzlich als Verarbeitung besonderer Kategorien von personenbezogenen Daten angesehen werden, da Lichtbilder nur dann von der Definition des Begriffs „biometrische Daten“ erfasst werden, wenn sie mit speziellen technischen Mitteln verarbeitet werden, die die eindeutige Identifizierung oder Authentifizierung einer natürlichen Person ermöglichen.
    "Lichtbild" wird sich sicher auch auf Filme und Videos beziehen sowie auf zukünftige Technologien (wer weiß, was noch kommt...).

    Daraus lese ich vor allem ab (auch wenn es natürlich nicht das Gesetz selbst ist), dass Fotos pbD sind. pbD besonderer Kategorien aber scheinbar nur in bestimmten Fällen. Ich verstehe allerdings nicht, welche Fälle gemeint sind. So oder so sind in meinen Augen aber Fotos im Regelfall immer für die Identifizierung geeignet.

    // IRONIE ON
    Also alles Quatsch mit den besonderen Kategorien? Meinen Sie das alles demnach nicht ernst?

    Im Ergebnis bleibt festzustellen
    Das klingt ja scheinbar schon danach, als wenn es ernst gemeint ist...

    Dürfte daran liegen, dass sich bei rein analoger Bearbeitung des Films keine "Daten" ergeben.
    Das habe ich bisher nie verstanden. Wo genau steht, dass analoge Daten nicht von der Verordnung abgedeckt sind? In meinen Augen spielt es keine Rolle, ob analog oder digital. Siehe:

    Diese Verordnung gilt für die ganz oder teilweise automatisierte Verarbeitung personenbezogener Daten sowie für die nichtautomatisierte Verarbeitung personenbezogener Daten, die in einem Dateisystem gespeichert sind oder gespeichert werden sollen.
    Und:
    „Dateisystem“ jede strukturierte Sammlung personenbezogener Daten, die nach bestimmten Kriterien zugänglich sind, unabhängig davon, ob diese Sammlung zentral, dezentral oder nach funktionalen oder geografischen Gesichtspunkten geordnet geführt wird;
    Wenn der Fotograf seine Negative in einem Ordner abheftet, ist das doch eine strukturierte Sammlung. Genau so wie das Karteikartensystem mit den Daten seiner Kunden. Oder bin ich hier auf dem Holzweg?

    Die Fotografie ist aber nicht Hauptzweck der Tätigkeit des Fotografen. Der Hauptzweck liegt im Fotografieren;
    "Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt" oder was? Also den Satz finde ich, ehrlich gesagt, zum Lachen. Vielleicht verstehe ich ihn aber auch wieder nur falsch...

  5. #25
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    @ ...:
    Hatten wir beide vor ein paar Wochen nicht schon mal eine ganz ähnliche, sich im Kreis drehende Diskussion zum Thema AVV?
    https://www.bfdi.bund.de/bfdi_forum/...ead.php?t=8828

    Zitat Zitat von ... Beitrag anzeigen
    "Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt" oder was? Also den Satz finde ich, ehrlich gesagt, zum Lachen. Vielleicht verstehe ich ihn aber auch wieder nur falsch...
    Ja, Sie verstehen es nicht.
    Die Beauftragung eines Fotografen ist nicht gleich eine Auftragsverarbeitung, sondern die Inanspruchnahme fachfremder Leistungen.
    Zum einen entscheiden Sie nicht mit über Mittel und Wege der Verarbeitung, zum anderen handelt der Fotograf nicht weisungsgebunden in dem Sinne, wie es eine Auftragsverarbeitung vorsieht.

    Alles, was Sie obenstehend da so wahllos aneinanderreihen, beschreibt zwar, was der Fotograf mit den Bildern so tut.
    Und auch niemand negiert hier, dass es sich dabei um die Verarbeitung personenbezogener Daten handelt - teils auch im Sinne besonders schutzwürdiger Daten.
    Das alles veranlasst aber nicht den Abschluss eines AVV.

    Der Fotograf ist ein eigenständig Verantwortlicher.
    Die Entstehung personenbezogener Daten ist ein Beiwerk seiner Tätigkeit, nicht der Kernzweck.

    Viele Grüße
    CK
    Geändert von Ulrich Dammann (15.10.2018 um 11:06 Uhr)

  6. #26
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    Den Ausführungen von CatKoll in # 25 ist in vollem Umfang zuzustimmen. Herzlichen Dank für die Klarheit der Argumentation und den zutreffenden Schlussfolgerungen, dass es sich bei der Tätigkeit des Fotografen nicht um AV handelt

  7. #27
    Gast3 Gast

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    Hatten wir beide vor ein paar Wochen nicht schon mal eine ganz ähnliche, sich im Kreis drehende Diskussion zum Thema AVV?
    Im Kreis drehend eindeutig, aber meine Frage war damals nicht zum Thema AV (sondern Subunternehmerauflistung im AVV). Aber egal, gehört nicht in diesen Thread.

    Die Entstehung personenbezogener Daten ist ein Beiwerk seiner Tätigkeit, nicht der Kernzweck.
    D. h. wenn ich Fotos bearbeite (mit Photoshop), und zwar Personenfotos, sogar biometrische Passfotos, dann sage ich einfach, mein Hauptzweck ist das Fotografieren und somit brauche ich mit meinem Kunden keinen AVV? Bei Videos wäre dann der Hauptzweck das Filmen und die komplette Filmerstellung, bei der personenbezogene Daten in rauen Mengen verarbeitet werden, wäre ebenfalls nur Beiwerk?

    Ich kann die Argumentation leider in keiner Weise nachvollziehen. Auch der folgende Artikel sagt mir, dass Fotografie=AV ist:

    datenschutz-bayern.de/5/schuelerfotos.html (URL musste so gepostet werden, da sonst Posting nicht abgeschickt werden kann)

    Beauftragung externer Fotografen

    Mit der Anfertigung von Schülerfotos kann die Schule selbstverständlich einen privaten Dienstleister, insbesondere einen externen Fotografen, beauftragen. In diesem Falle sind allerdings die gesetzlichen Vorgaben des Art. 28 DSGVO über die Auftragsverarbeitung zu beachten. [...]
    Habe ich das falsch gelesen oder ist der bayerische Datenschutzbeauftragte eine unseriöse Quelle?

  8. #28
    Gast3 Gast

    Standard

    Was ich eigentlich auch noch loswerden wollte (wir bräuchten eine Bearbeitungsfunktion...):

    Die Datenerfassung (und somit Verarbeitung) beim Fotografieren (also das Übertragen der Lichtwellen durch den Chip auf die SD-Karte) ist in meinen Augen so stark mit dem eigentlichen Vorgang, also quasi dem Motivsuchen und Abdrücken, verbunden, dass dies (die Verarbeitung von pbD) in meinen Augen der Hauptzweck sein muss. Und demnach: AV.

    Und das ist genau der Grund, warum ich es einfach nicht glauben kann oder will. Ich kann nicht verstehen, wie man auf die Idee kommt, diese Dinge zu trennen.

    Die Mitarbeiter des Lohnbüros wenden auch nur ihre Software und ihr Gehirn an, die Verarbeitung von pbD ist da dann auch nur Beiwerk. Genau wie dieser Satz kam mir der Satz mit der Fotografie und dem Fotografieren vor.

    P.S.: Und ja, mir geht es immer noch um AV, nicht darum, ob Fotografie=Verarbeitung v. pbD (das ist mittlerweile eindeutig geklärt (Antwort: Ja)).
    Geändert von Gast3 (12.10.2018 um 16:04 Uhr) Grund: Nachtrag Lohnbüro

  9. #29
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    Anmerkungen von mir hervorgehoben:


    Zitat Zitat von ... Beitrag anzeigen

    "Hatten wir beide vor ein paar Wochen nicht schon mal eine ganz ähnliche, sich im Kreis drehende Diskussion zum Thema AVV?"

    Im Kreis drehend eindeutig, aber meine Frage war damals nicht zum Thema AV (sondern Subunternehmerauflistung im AVV). Aber egal, gehört nicht in diesen
    Thread.

    Anmerkung von mir: In dem Thread, auf den CatKoll berechtigterweise hinwies, ging es im weiteren durchaus um die Frage, was AV ist bzw. wer als AV-Dienstleister anzusehen ist. Demnach war der Verweis auf den anderen Thread bzw. auf die damaligen Erklärungen durchaus zutreffend.


    D. h. wenn ich Fotos bearbeite (mit Photoshop), und zwar Personenfotos, sogar biometrische Passfotos, dann sage ich einfach, mein Hauptzweck ist das Fotografieren und somit brauche ich mit meinem Kunden keinen AVV? ...

    Anmerkung von mir: Schon wieder werden Dinge miteinader vermischt, die längst geklärt waren. Die hier Diskutierenden waren sich einig, dass biometrische Fotos mit der Erstellung von Hochzeitsfotos (und um Letztere ging es als Anlass und im weiteren Verlauf dieser Diskussion) eher wenig zu tun haben.

    ...

    Habe ich das falsch gelesen oder ist der bayerische Datenschutzbeauftragte eine unseriöse Quelle?

    Anmerkung von mir: Die Bayerische Datenschutzaufsicht hat sich mit dem Thema des Fotografierens in Schulen befasst, bei der externe Fotografen beuftragt wurden. Hier ging es jedoch im Eingangspost um eine Hochzeit, bei der ein Fotograf bestellt wird.

    Außerdem wurde und wird die Seriosität einer Datenschutzaufsicht nicht infrage gestellt, allein diese Annahme selbst ist fraglich. Tatsache ist, und das wurde hier bereits einige Male betont, dass es bei DSGVO und BDSG-neu (noch) recht wenig gesicherte Wahrheiten gibt. Auch die Aufsichten behaupten nicht, über die letzte Wahrheit zu verfügen.
    Geändert von Ulrich Dammann (15.10.2018 um 11:06 Uhr)

  10. #30
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    Zitat Zitat von ... Beitrag anzeigen
    ...

    Und das ist genau der Grund, warum ich es einfach nicht glauben kann oder will. Ich kann nicht verstehen, wie man auf die Idee kommt, diese Dinge zu trennen.

    Die Mitarbeiter des Lohnbüros wenden auch nur ihre Software und ihr Gehirn an, die Verarbeitung von pbD ist da dann auch nur Beiwerk. Genau wie dieser Satz kam mir der Satz mit der Fotografie und dem Fotografieren vor.

    P.S.: Und ja, mir geht es immer noch um AV, nicht darum, ob Fotografie=Verarbeitung v. pbD (das ist mittlerweile eindeutig geklärt (Antwort: Ja)).

    Das ist sicherlich ein Grund: Sie können oder wollen es nicht glauben, dass die Dinge im Datenschutz nicht so einfach nach richtig/falsch zu beurteilen sind. Bis wir mehr Rechtssicherheit bzgl. DSGVO/BDSG-neu erlangen, wird es noch einige Jahre und Gerichtsurteile brauchen. Ihr letzter Satz, den Sie sich selbst beantwortet haben, ist somit unzutreffend. Die Klärung einer derartigen Frage ist - wie viele andere Fragen des Datenschutzes auch - im Einzelfall zu betrachten, gründlich zu prüfen und abgewogen zu entscheiden.

    Mit Vereinfachungen, wie dem merkwürdigen Beispiel mit dem Lohnbüro (was hat das mit AV zu tun? Außerdem ist längst in allen Unternehmen zweifelsfrei geklärt, dass dort pb Daten verarbeitet werden), wird dieses Ziel einer sachgerechten Entscheidungsfindung nur sehr schwer zu erreichen sein.

    Aber bleiben Sie ruhig bei Ihrer Auffassung. Weitere diesbezügliche Diskussionen würden sich im Kreis drehen, sind daher nicht zielführend. Sie haben für sich die Lösung gefunden.
    Geändert von Ulrich Dammann (15.10.2018 um 11:07 Uhr)

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