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Thema: Daten anonymisieren

  1. #1
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    Standard Daten anonymisieren

    Einen schönen guten Tag,

    Für mein Abschlussprojekt als Fachinformatiker soll ich Kundendaten anonymisieren. Wir benötigen diese Daten die aufgrund unserer Software entstehen für interne Testfälle. Da wir nicht jede Kunden individuelle Einstellung nachahmen können, wollen wir die Daten vom Kunden zu uns kopieren. Selbstverständlich sind in dieser Datenlage eine Menge Daten vorhanden die Personenbezogen sind, also eine Anonymisierung erfordern.


    Hier einmal eine kleine Tabelle von fiktiven Daten:

    Vorname Nachname Ort PLZ Strasse GeoInformationen Bestellte Artikel Zuständiger Monteur
    Karl Heinz Wuselhausen 123456789 Wuselskamp 3 LoLa(2,1) Badewannenaufsatz, Duschvorhang Friedrich Willhelm


    Die Frage ist wie bekomme ich jetzt diese Daten nun Anonym. Unser Problem ist das wir die Adressen bzw die LoLa (Longitude, Latitude) benötigen damit unsere Software funktioniert. Da ja Adressen Personenbezogene Daten sind frage ich mich jetzt wie ich da vorgehen soll. Die anderen Daten kann man ja einfach mit irgendwas füllen. Meine Anonyme Tabelle würde dann so aussehen:


    Vorname Nachname Ort PLZ Strasse GeoInformationen Bestellte Artikel Zuständiger Monteur
    ABCD DEFG Wuselhausen 123456789 Wuselskamp 3 LoLa(2,1) Badewannenaufsatz, Duschvorhang HIJK LMNO


    Jetzt frage ich mich ob dies schon reicht damit man von Anonymen Daten sprechen kann, und wenn nicht wie bekomme ich diese Daten Anonym?

    Mit freundlichen Grüßen

  2. #2
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    Hallo Gygo.

    Was ist wenn ihr euch Daten ausdenkt (Max Mustermann, Peter Müller (Peter und Müller sind die häufigsten Namen in Deutschland oder waren es mal) etc). Bei Geo Daten und Adresse kann man ggf die Adresse eures Büros nehmen.

    Spricht da was gegen?

    Ansonsten gab es in einem Datenschutz-Blog mal eine einfache Erklärung: https://www.datenschutz-notizen.de/u...elung-2916984/

  3. #3
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    Da unsere Software Touren plant, anhand von Adressen wäre es nicht gut einfach überall z.B. unsere Firmenadresse zu speichern. Unser Ziel ist es ja durch den Export dieser Daten die Situationen von den Kunden möglichst genau nachzustellen um Fehler besser und einfacher zu finden und zu beheben.

    Ich verstehe halt noch nicht genau ab wann man von anonymen Daten sprechen kann. Angenommen ich würde Daten generieren und z.B. hätte ich jetzt folgenden Datensatz generiert worin unterscheidet er sich zu meinem anonymisierten Datensatz.

    Vorname: ABCD
    Nachname: EFGH
    Ort: Berlin
    PLZ: 10115
    Strasse: Schlegelstraße 3
    GeoInformationen: 52.529500,13.385540
    Bestellte Artikel: Badewannenaufsatz, Duschvorhang
    Zuständiger Monteur: DACA

    (Die Adresse ist gültig)
    Das wären jetzt generierte Testdaten worin unterscheiden sich diese zu anonymisierten Daten?

  4. #4
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    Standard

    Nach meiner Ansicht sind die Testdaten zumindest aus zwei Gründen nicht anonymisiert:
    1) Die Adresse ist ein personenbezogenes Datum, wenn sie z.B. die Adresse einer Wohnung einer natürlichen Person angibt.
    2) Wenn die Testdaten aus einer Datei mit echten Daten generiert wurde und die Datei mit den echten Daten noch exisitiert, kann bestenfalls von einer Pseudonymisierung gesprochen werden.

  5. #5
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    Standard

    Ich muss jetzt nochmal nachfragen, damit ich das verstehe:
    Sie wollen also die firmeninterne Software (ein CRM?) mit Echtdaten testen. Meistens ist das ja ganz pragmatisch gedacht, alá da haben wir ja schon 1.423 Kundenakten, da müssen wir uns nix ausdenken.
    Jetzt ist Ihnen aufgefallen, dass Sie damit aber die Zweckbindung der pbD verlieren. Sie verwenden die Daten nicht mehr um Geschäftsvorfälle abzuwickeln - Sie wollen Ihre Software testen.
    Aus pragmatischen Gründen, weil die halt schon da sind.
    Ihre Lösung ist jetzt, die Daten zu benutzen, aber im Sinne Datenschutz irgendeine "Unkenntlichmachung" vorzunehmen.
    Soweit, so gut.

    Da wird meiner Meinung nur leider kein Schuh draus:
    1. Wegen der Zweckumwidmung - also ich hinterfrage grundsätzlich die Idee Echtdaten "einfach so" herzunehmen.
    2. Weil das, was Sie als Anonymisierung vorgestellt haben, keine ist. Wenn ich die Adresse in G***le Maps eingeben kann und dann den Betroffenen im besten/schlimmsten Fall direkt finde...
    Und dann so wie Tinka sagt: "Wenn die Testdaten aus einer Datei mit echten Daten generiert wurde und die Datei mit den echten Daten noch existiert, kann bestenfalls von einer Pseudonymisierung gesprochen werden."

    Das erklärt den Unterschied zwischen Anonymisierung und Pseudonymisierung ganz prägnant:
    https://www.datenschutz-notizen.de/u...elung-2916984/

  6. #6
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    Standard

    Hallo Gygo,
    ich bin zwar noch ziemlich neu im Datenschutz-Umfeld, würde aber trotzdem gerne folgendes vorschlagen:
    Anonymisierung kannst Du einfach so erreichen, dass Du alle Felder (Spalten) der Kundendatentabelle (Vorname, Nachname etc) zufallsgesteuert "mischst". Die Datensätze im Ergebnis sind dann zwar nicht mehr logisch korrekt, beinhalten aber trotzdem immer "echte" Kundendaten/Werte mit denen man gut in einem Testsystem arbeiten kann. Wenn ich es korrekt verstanden habe, kommt es auch nicht darauf an, dass z.B. die Geodaten mit der Adresse übereinstimmen. Sondern vielmehr, dass Geodaten vorhanden sind, das das Testsystem verarbeiten kann.
    Entsprechend aufwändig könnte nur die praktische Umsetzung sein. Wenn Du Deine Kundendaten z.B. in Excel (exportieren) kannst, dann würde das relativ einfach gehen.

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