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Thema: Unsicherheit bzgl. Notwendigkeit einer DSFA

  1. #1
    Registriert seit
    04.12.2012
    Beiträge
    51

    Standard Unsicherheit bzgl. Notwendigkeit einer DSFA

    Hallo zusammen!
    Ich bin über ein neues Tool informiert worden, welches eingeführt werden soll. Es dient zur buchungszeitlichen Auswertung von (bei unseren Kunden) buchbaren Arbeitsstunden. Ganz konkret für die Auswertung der Buchungsmoral der Mitarbeiter, die ihre buchbaren Stunden selber erfassen und per Richtlinie dazu verpflichtet sind, diesen Vorgang immer "aktuell"- und nicht Wochen rückwirkend zu tätigen. Davon hängt die von uns an die Kunden gestellten Rechnungen ja ab. Da gibt es also ein berechtigtes (finanzielles) Interesse der Firma, dass die Buchungen zeitnah erfolgen.

    Da haben wir also einerseits schon mal einen Leistungsbezug als Merkmal "1" nach der Liste der LDSB zur Entscheidung, ob eine DSFA durchzuführen ist.

    Merkmal "2" dieser Liste spricht nun von "Entscheidungen mit Rechtswirkung oder ähnlich bedeutsamen Auswirkungen..) Das könnte natürlich irgendwnn mal passieren, falls sich ein Mitarbeiter fortwährend gegen die Richtlinie verhält und seine abrechenbaren Buchungen nicht zeitgemäß tätigt. Dies ist auch jetzt schon so, denn jetzt schauen sich die Projektleiter die Buchungen ja auch bereits genau an.

    Jetzt sehe ich das so: Es handelt sich ganz ohne Frage zwar um Daten, die in die Kategorie Arbeitsleistung fallen, aber es wird andererseits nicht die Arbeitsleistung selbst aufgearbeitet, sondern lediglich die Buchungsmoral der Arbeitnehmer.
    Diese Daten werden bzw. sind aber sowieso erfasst, es ist ja Bestandteil der Arbeit der Mitarbeiter, abrechenbare Stunden zu buchen. Es gibt zudem auch nicht buchbare (nicht abrechenbare) Leistungen der Mitarbeiter, die überhaupt nicht erfasst werden.
    Wir haben auch keinerlei Arbeitszeiterfassung, es gilt also eine Art "Vertrauensarbeitszeit" .

    Es ist irgendwie also auch "nur" eine Kontrolle, wie ordentlich die Mitarbeiter (in diesem Teilaspekt) ihre Arbeit durchführen. Dies dürfte dem AG zustehen denke ich.

    Eine Gefahr relevante für die Mitarbeiter sehe ich da gerade nicht - die Dateneingabe ihrer buchbaren Stunden ist sowieso Bestandteil ihres Tagesgeschäftes und die Buchungen werden inhaltlich nicht analysiert. - aber ich möchte auch nichts verkehrt machen.

    Was sagt ihr dazu?

  2. #2
    Registriert seit
    19.06.2009
    Beiträge
    5.069

    Standard

    Ein "hohes Risiko für die Rechte und Freiheiten" der Betroffenen ist der Auslöser der DSFA (Art. 35 I). Ich kann auch keines entdecken. Auch von den Regelbeispielen des Abs. III ist keines gegeben oder dem geplanten Tool ähnlich.

    Ich stimme Ihnen daher zu.
    Ulrich Dammann
    Moderator - Administrator

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