Hallo,

gemäß Art. 38 (6) DSGVO dürfen einem DSB ja auch andere Aufgaben übertragen werden, sofern dies nicht zu einem Interessenskonflikt führt. Klingt zunächst mal ganz gut.
Nun möchte ich neben der Tätigkeit als externer DSB meinen Auftraggebern in eingeschränkter Weise zusätzlich IT-Anwendersupport bieten. Dabei übernehme ich aber nicht die Funktion eines IT-Leiters.

Wie muß das Ganze nun vertraglich umgesetzt werden? Wenn der Kunde zunächst nur IT-Anwendersupport wünscht, müßte ja ein Dienstleistungsvertrag und rein vorsorglich zusätzlich eine Auftragsverarbeitungsvereinbarung gem. Art. 28 DSGVO abgeschlossen werden, da ich ja vielleicht pb Daten beim Kunden sehe. Möchte mich der Kunde zusätzlich zum externen DSB bestellen, wird der DSB-Vertrag abgeschlossen. Aber was ist dann mit bereits abgeschlossenen Auftragsverarbeitungsvereinbarung? Als DSB dürfte ich die dann nicht prüfen, da ich mich nicht selbst kontrollieren kann...Wäre das ein Problem oder kann ich vorbeugen, indem ich bereits im DSB-Vertrag eine Klausel aufnehme, dass darauf hingewiesen wird, dass der DSB seine zuvor mit ihm abgeschlossene Auftragsverarbeitungsvereinbarung nicht prüfen darf?

Ist es überhaupt zulässig, dass ein Verantwortlicher mit dem DSB eigene Auftragsverarbeitungsvereinbarungen für "andere Aufgaben" schließt? Oder kann man das Ganze so lösen, dass die "anderen Aufgaben" einfach in
den DSB-Vertrag aufgenommen werden?

Gruss!