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Thema: Politik will DSGVO-Abmahnungen schnell stoppen (für 12 Monate)

  1. #21
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    Vielen Dank für die Zahlreichen Kommentare,

    Ich denke unsere Positionen sind hinlänglich geklärt. Sie sind eher der Bürokrat der Gesetze oder Verordnungen als Bibel betrachtet auslegt und seziert, ähnlich wie ein Richter der Entscheidung anhand Gesetzesvorlagen treffen muß.
    Ich komme da eher von der praktischen Seite und der Umsetzbarkeit. Natürlich haben sie vollkommen Recht, selbstverständlich kann ich Cookies auschalten. Ich kann sogar den Pc aus dem Fenster schmeißen und wieder Briefe schreiben.
    Ob man es glaubt oder nicht, sogar von Hand und wenns ganz knüppeldick kommt es gibt noch das Feuer und die Trommeln.

    >Meinen Sie das ernst? Soweit ich weiß herrscht in diesem Land Gewaltenteilung. Wäre mir neu, dass hier ein Willkürregime herrscht.
    >Die Exekutive hat ein Gesetz auf den Weg gebracht, das wurde verabschiedet und wird jetzt umgesetzt - kontrolliert durch nachgelagerte Behörden wie der Datenschutzaufsicht mit entsprechenden Sanktionsmöglichkeiten.
    ich bezog mich auf Ihren Satz: "Und wenn dazu die eigene Vernunft nicht ausreicht"
    und sie reden von Debatte und Totschlagargumenten. Sie sollten eher auf ihre Wortwahl achten.
    wenn ich von schwachsinniger Verordnung oder dämlicher Verordnung geredet habe, habe ich immer die Sache gemeint, Sie kennen da ja nix und verurteilen jeden Andersenkenden von vorneherein als offenscihtlich unvernünftig.
    und wenn 10 mal ein Gesetz durch irgendwelche Gremien abgesegnet wurde, dann muß ich mich vielleicht dran halten, aber Sie wollen mir doch nicht ernsthaft einreden das ich das dann auch noch gut finden muß.

    >Welcher Traum? Offene Debattenkultur jenseits von Totschlagargumenten und Meinungsäußerung nur um der eigenen Meinung wegen?
    >Ne, das geht auch anders. Hab ich mal gehört.
    ...kaum zu glauben

    >Wenn man das Regelwerk abschaffen will, weil es "nervt", dann kann man im Umkehrschluss auch nicht nutznießen, oder?
    dazu reicht meine Intelligenz nicht aus um das zu verstehen, sorry. Wer will welches Regelwerk abschaffen?

    >Gesetz -> Regelwerk -> Kontrolle durch die Aufsicht (anlasslos aus Kontrollzwecken oder anlassbezogen weil ein Betroffener eine Anzeige gemacht hat).
    >Das ist nicht Job unserer Strafverfolgungsbehörden.
    >Und Unwissenheit hat noch nie vor Strafe geschützt. Was ist das überhaupt für ein Argument? Auch als vermeintlich Unwissender kann man ein Datenleck produzieren, das sich gewaschen hat. Wer keinen Führerschein hat und >nachweisbar die Grundregeln kennt (auch noch abgeprüft wird), darf auch nicht Auto fahren. Wer es trotzdem tut, wird zu Recht bestraft, wenn er erwischt wird.
    .. auch davon habe ich kein Wort verstanden

    >Aha. Soso. Mhmm.
    >Wenn alle die keine Ahnung haben, zukünftig schweigen müssten, wäre das ein sehr erstrebenswerter Zustand für uns alle.
    ... sehen Sie da wir uns doch mal einig. Es würde die ewige Ruhe einkehren, für alle Zeiten.

    >Dass Sie kein Jurist oder DSB sind, ist irgendwie offensichtlich, auch dass Sie hier Ihren Frust und Unmut loswerden wollen.
    >Wer verantwortlich ist haftet - im Übrigen kann auch ein Anwalt oder externer DSB im Nachgang zu einem Vorfall haftbar gemacht werden.
    >Weswegen die meisten einen Haftungsausschluss zeichnen wollen.
    ... Gott sei Dank. DSB heißt wohl Datenschutzbeauftragter. Das sind nicht meine Freunde, werden es auch nicht werden. Ich mag diese abgedroschenen teilweise weltfremden Argumente einfach nicht mehr hören. Und erst recht das sie meinen alles besser zu wissen und möglichst allen Leuten freie Entscheidungen zu entziehen. Wie Vieles was vom Ansatz her sehr gut ist, wird übertrieben, überzogen, ausgenutzt und für eigene Vorteile verwendet. Ähnlich wie die Gewerkschaften. Die waren seinerzeit sehr hilfreich z.B. bei den Arbeitern und im Bergbau. Aber auch sie bilden sich ja heute noch ein irgendeine sinnvolle Funktion zu haben.

    >Tja, es ist aber auch nicht gerade Raketentechnik. Kann man also schon verstehen - so man denn mag.
    >Und kontrolliert wird dieses für Sie unverständliche Dingens schon auch. Lassen Sie sich beim Fehlverhalten halt nicht erwischen, weil Unwissenheit oder Ignoranz schützt vor Strafe nicht.
    ...ich zittere jetzt schon.

    >Das ist ein Anwenderproblem, nicht Schuld der DSGVO.
    .. Ich vermute mal das glauben Sie tatsächlich. Man könnte meinen, so wie Sie die DSGVO verteidigen, dass auf Ihren Mist gewachsen ist. Soviel zum Thema Totschlagargumente. Da fällt mir jetz auch nix mehr ein.

    >Wenn Sie das schon nervt, freuen Sie sich mal auf das neue ePrivacy. Wäre aber einfach dadurch zu lösen, indem grundsätzlich ohne Zustimmung k>>eine Cookies mehr gesetzt werden, die den User grundlos tracken, verfolgen und >ausspionieren in seinem Verhalten - aber das ist ja total utopisch, Facebook und Google müssen schließlich Geld verdienen #Ironie
    >Sie haben sich offensichtlich nicht mit der Stellungnahme der DSK dazu beschäftigt, der Frage nach Cookie Consent und warum das sehr viel Sinn macht, Cookies abzulehnen.
    >Lassen Sie sich mal gründlich und ohne Zweifel am System verfolgen - lass ich mich nicht, ich nutze einen Cookie Blocker, da bin ich jetzt paranoid.
    ...Ist es die Intelligenz, ist es das Alter, ich verstehe wieder kein Wort.

    >Erstaunlich, dass man hier in einem Forum speziell zum Thema Datenschutz Leute findet, die das interessiert! WAHNSINN!
    >Wir stehen wohl bloss nicht auf der selben Seite, meinungstechnisch, sorry.
    .. ehrlich gesagt hatte ich gestern eh überlegt überhaup hier irgendwas reinzusetzen. So richtig viele scheint das ja nicht zu interessieren.
    Ich kann mir schon vorstellen, das das recht frustrierend sein kann.


    Ok Schluß für heute vielleicht kommt ja jetzt ein wenig Leben in die Bude.
    Irgendwie habe ich den Eindrück das bis jetzt hier nur Befürworter waren. Zwar nur 2, aber immerhin vielleicht kommt ja morgen noch ein Dritter.

    Ich hatte nur das Thema gesehen: Politik will Abmahnung schnell stoppen

    Ich kenne das nur von den Downloadgeschichten wo ganze Heere von Abmahnanwälten unterwegs waren.
    Ein ähnliches Beispiel war der Energiepaß bei Häusern auch da haben die Abmahnanwälte abgesahnt, warum sollte es jetzt hier anders sein.

    Also mein Herr ganz konkrete Frage: Ich habe eine Internetseite auf der Eintrag Datenschutz fehlt: Kann mich jetzt irgend ein Abmahnanwalt abmahnen ja oder nein!!

    in diedem Sinne schönen Feierabend!

    VG gs

  2. #22
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    Zitat Zitat von mugsaway Beitrag anzeigen
    Also mein Herr ganz konkrete Frage: Ich habe eine Internetseite auf der Eintrag Datenschutz fehlt: Kann mich jetzt irgend ein Abmahnanwalt abmahnen ja oder nein!!

    Ich antworte dann mal emotionsfrei auf die eine hier konkret gestellte Frage, auch auf die Gefahr Ihr Feindbild zu zerstören: Die Abmahnpraxis hat NICHTS mit der DSGVO zu tun.
    Sie bringen drei verschiedene Dinge durcheinander: Abmahnungen, Bußgelder, Schmerzensgeld.

    Wer mahnt ab? Wettbewerber. (Manchmal auch Verbraucherzentrale, IHK, Handwerkskammer...)
    Das Konstrukt ist dabei folgendes und bezieht sich auf das UWG nicht auf die DSGVO: Der Wettbewerber (vertreten durch eine Abmahnkanzlei) behauptet, dass die Datenschutzgrundverordnung eine Marktverhaltensregel sei. Wenn die Konkurrenz sich nicht daran halte, verschaffe sie sich einen unlauteren Vorteil und erziele unberechtigt mehr Gewinn als die Wettbewerber. Dagegen kann man vorgehen, indem man zur Unterlassung auffordert und zur Betonung gleich noch eine gewisse Summe als Schadensersatz fordert.
    Die Betonung liegt auf behauptet. Man kann alles mögliche zu einer Marktverhaltensregel erklären und darauf basierend lustig Abmahnungen und Unterlassungsaufforderungen verschicken. Oft hat das vor Gericht keinen Bestand, soweit kommt es auch selten, weil die Abmahnkanzlei sonst via Urteil ihr Businessmodell verliert. Wenn das Gericht sagt "sorry, Freunde, das ist nicht abmahnfähig", dann können die auch sonst niemanden mehr mit dieser Argumentation abmahnen.
    Deswegen ist es wichtig nicht gleich aus Panik die Unterlassung zu unterschreiben; dann verschaffen Sie nämlich der Gegenseite ein verbrieftes Zugeständnis, dass Sie die behauptete Marktverhaltensregel anerkennen. Und ab da werden Sie zu einer Cash Cow, weil jedes Mal, wenn Sie gegen die von Ihnen dann legitimierte Behauptung verstoßen, werden Sie zur Unterlassung und Schadensersatz aufgefordert.
    Nochmal: Das hat nichts mit Datenschutz zu tun. Ich kann alles möglich als Marktverhalten definieren und dann mein Glück versuchen.

    Bußgelder sind etwas anderes: Die Aufsichtsbehörde darf Sie ähnlich wie ein Ordnungsamt oder eine Kartellbehörde sanktionieren, wenn Sie gegen das Gesetz sprich die DSGVO verstoßen.
    Entweder wurden Sie von einem Betroffenen angezeigt und die Behörde hat einen Verstoß festgestellt und bestraft Sie dafür oder die Behörde prüft Sie stichprobenhaft, wie eine Steuerfahndung auch, und findet was. Auch dann, je nach Fehlverhalten, werden Sanktionen erlassen. Manchmal wird man aufgefordert, was bleiben zu lassen, manchmal muss man auch eine Strafe zahlen - die Aufsicht hat hier einen Ermessensspielraum.

    Schmerzensgeld kann Sie bei Datenschutzverstößen ebenfalls erwischen - ein Betroffener, der durch eine Fehlverhalten Ihrerseits geschädigt wurde, kann Sie auf Schmerzensgeld verklagen. Stellvertretend können das auch Interessensverbände übernehmen, wie der Verbraucherschutz.


    Und jetzt zu Ihrer Frage: Ja, für Nichtbeachtung des Datenschutzes kann Ihnen eine Abmahnkanzlei eine Abmahnung schicken. Dann müssen Sie in aller Ruhe einschätzen, wie haltbar die Behauptung, dass Sie sich einen unlauteren Vorteil verschafft haben, überhaupt ist. Oft lassen es die Kanzleien dann einfach bleiben, wenn sie feststellen, da wehrt sich einer. Die wollen sicher nicht vor Gericht und sich ihr Businessmodell zerstören lassen.
    Ist diese Abmahnpraxis eine Sauerei? Aber sicher.
    Hat das - im engen Sinne -, was mit Datenschutz zu tun? Nein.

  3. #23
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    Zitat Zitat von Dataparanoia Beitrag anzeigen
    Wenns bei Ihnen so gut läuft, bei mir ist echt mau. Vielleicht sollte ich mal reflexhaft bei ihnen Mahnen um so auf Ihr Geschäftsmodell schließen zu können
    Ich verkauf das als Franchise weiter.


  4. #24
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    Zitat Zitat von CatKoll Beitrag anzeigen
    Ich verkauf das als Franchise weiter.

    DEAL

  5. #25
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    Hallo CatKoll,

    vielen Dank für die, wie ich finde, gelungene Antwort. Sehen Sie, Sie haben es so schön selbst beschrieben.


    Und jetzt zu Ihrer Frage: Ja, für Nichtbeachtung des Datenschutzes kann Ihnen eine Abmahnkanzlei eine Abmahnung schicken. Dann müssen Sie in aller Ruhe einschätzen, wie haltbar die Behauptung, dass Sie sich einen unlauteren Vorteil verschafft haben, überhaupt ist. Oft lassen es die Kanzleien dann einfach bleiben, wenn sie feststellen, da wehrt sich einer. Die wollen sicher nicht vor Gericht und sich ihr Businessmodell zerstören lassen.
    Ist diese Abmahnpraxis eine Sauerei? Aber sicher.
    Hat das - im engen Sinne -, was mit Datenschutz zu tun? Nein.


    Und damit ist für Sie das Problem jetzt gelöst? Genau das ist doch das Problem. Im Prinzip hat doch die Abmahnkanzlei recht. Es fehlt tatsächlich der Eintrag "Datenschutz" auf der Seite. Ein Aspekt der das ganze ggf. abschwächen könnte, wäre z.B. das bei offensichtlich "kleinen, privaten, Kleinunternehmer etc." Beim 1. mal eine Art Bußgeld verhängt werden darf, sagen wir mal 20€, vielleicht 50€. Dafür würde vermutlich keine Anwaltskanzlei ein Schreiben raussenden.

    Mir geht es wirklich nur um die Verhältnismäßigkeit. Die ist nach wie vor m.E. nicht gegeben.
    Grundsätzlich würden mich diesbezüglich z.B. mal ein paar Statistiken interessieren. Laut Statisa haben wir z.Zt. rund 60Mio. Anschlüsse.
    Wieviele dieser Anschlüsse kommen denn als potentielle "Täter" überhaupt in betracht?

    Vielleicht noch eine Anmerkung, Ich bin seit Anfang der 90iger jahre mehr oder weniger häufig im Internet. Beruflich bedingt zeitweise sehr häufig, ebenfalls meine damaligen Kollegen. Auch im jetzigen Bekanntenkreis serven sehr viele recheremäßig regelmäßig. Ich hatte niemals irgendwelche Cookies abgeschaltet genausowenig wie meine Bekannten. Ich habe bis heute keinen einzigen ct. verloren, es hat mir bisher auch nicht geschadet. Ich versichere Ihnen ich kenne keine Person persönlich, die irgendwelchen schaden genommen hätte. Im Gegensatzt dazu kenne ich aber mehrere Personen persönlich bei denen eingebrochen wurde. Natürlich kann das Zufall sein.

    Wissen Sie was mich im konkret als Anwender stört:

    1. die ewigen Spammails --> sind die jetzt weniger geworden? Nein, Bei mir jedenfalls nicht
    2. die Werbung!! Besser man würde diese verbieten das ist doch die Wurzel allen Übels!!! Da gibts mit Cookies sogar noch einen Vorteil da bekommt man wenigstens die Werbung vorgesetzt, wofür man sich tatsächlich für interessiert.
    Lieber eine Werbung für ein Wohnmobil, als für Nagellack. Das relativiert sich schnell wenn die Enkelin vorher am PC war. (Scherz)

    Was ist noch schlechter geworden? Die nervigen Cookie Banner.

    Für mich als "Normalbürger" mit überdurchschnittlichen EDV Kenntnissen (nicht im Bereich des Internets) ist die DSGVO (für die meisten) ein überdemensioniertes Monster was eher zur Unsicherheit beiträgt.
    Für Leute mit sehr hohen EDV Kenntnissen im Internetbereich ist das möglicherweise kein Problem.
    Für Leute mit keinen, oder sehr begrenzten EDV Kenntnissen ist sie schlichtweg unverständlich.

    Wären sie ein kommerzielles Unternehmen und wollten mit dieser DSGVO Geld verdienen, müßten sie der Marketingabteilung aber gehörig in den Hintern treten..




    VG gs

  6. #26
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    Zitat Zitat von mugsaway Beitrag anzeigen
    Im Prinzip hat doch die Abmahnkanzlei recht. Es fehlt tatsächlich der Eintrag "Datenschutz" auf der Seite. Ein Aspekt der das ganze ggf. abschwächen könnte, wäre z.B. das bei offensichtlich "kleinen, privaten, Kleinunternehmer etc." Beim 1. mal eine Art Bußgeld verhängt werden darf, sagen wir mal 20€, vielleicht 50€. Dafür würde vermutlich keine Anwaltskanzlei ein Schreiben raussenden.
    Nein, die Abmahnkanzlei hat nicht recht. Und die Abmahnkanzlei verhängt auch kein Bußgeld. Die ASB und die Abmahnkanzlei machen auch kein gemeinsames Business.
    Ich hab´s vielleicht schön beschrieben, bin aber nicht durchgedrungen.
    Dann kann ich hier leider nichts weiter zum Verständnis beitragen. Tschüß!

  7. #27
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    vorletzte mail:
    >Und jetzt zu Ihrer Frage: Ja, für Nichtbeachtung des Datenschutzes kann Ihnen eine Abmahnkanzlei eine Abmahnung schicken.

    letzte mail:
    >Nein, die Abmahnkanzlei hat nicht recht.


    Ja was denn jetzt? Natürlich kann mir die Abmahnkanzlei kein Bußgeld verhängen, sollte es vor Gericht gehen werden Sie wohl kaum die Kosten übernehmen sollte ich verlieren!
    Oder vielleicht doch? weil Sie sich 100% sicher sind!?

    Vielleicht sollte man mal Das Thema dieser Seite wieder ins Gedächtnis rufen!!

    Politik will DSGVO-Abmahnungen schnell stoppen (für 12 Monate) !! Wieso gibt es denn dieses Thema überhaupt wenn sie es permanent leugnen?

    was ist mit dem Beitrag von juliankani vom 07.08.2018? Da steht zwar nicht viel drin interessant wäre das aber schon was da los ist/war.
    Sie zitieren ständig aus irgendwelchen Gesetzestexten, das mag zum Verständnis beitragen, hilft in der Praxis aber nicht wirklich weiter.

    Ok, lassen wir das.

    VG gs

  8. #28
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    Hallo mugsaway

    Wenn Sie jetzt aus dem bisherigen Eintopf an politischen Themen eine konkrete Frage formulieren, sind wir sicherlich gerne bereit aus Sicht der Datenschutzbeauftragten zu antworten.
    Auch wenn Sie, aus welchen Erfahrungen auch immer, scheinbar Abneigungen gegen vieles und insbesondere Datenschutzbeauftragte hegen.

    Für einige unserer Erklärungen fehlt Ihnen das nötige Verständnis, obwohl wir versucht haben anhand von Beispielen Sachverhalte zu vermitteln.

    Ich komme nicht umhin, Ihnen zumindest zu vermitteln, dass ich die von Ihnen geschilderten politischen Rahmenbedingungen und deren Entstehung in den letzten 30 Jahren, als sehr kritisch erachte. Auch in der Zukunft sehe ich keine Besserung.

    Bedeutet aber im Umkehrschluss, dass wir, die wir nicht zufrieden sind, nur im Rahmen des Möglichen bleiben können.
    In Deutschland haben wir ca. 15000 Gesetze und Verordnungen. Eine davon ist nunmehr die DSGVO in Verbindung mit dem BDSG neu.
    Und nein, ich verteidige nicht die DSGVO, sondern ich arbeite damit. Überhaupt sehe ich in allen Gesetzen aus meiner Sicht Verbesserungspotential, was aber jeden anderen Bürger auch zugestanden werden kann. Ich hatte geschrieben, dass mir die DSGVO in einigen Bereichen nicht weit genug geht. Vor allem in den Punkten Kontrolle und Durchsetzungsfähigkeit. Bei Durchsetzungsfähigkeit konkretisiere ich, gegenüber den öffentlichen Trägern, sprich Behörden.

    Jetzt schreiben Sie, es würde doch reichen, gegenüber dem Verein 20€ oder 50€ Bußgelder zu verhängen, aber Sie verwechseln immer noch die unterschiedlichen Angriffspunkte von außen.
    Bleiben wir also bei der fehlenden Datenschutzerklärung.

    Laut DSGVO können Bußgelder, bis zu 2% oder 10Mio€ verhängt werden. Bei Straftatbeständen

    4% oder bis zu 20Mio Euro. Wenn also von den 85000 Vereinen jetzt wirklich jemand Besuch von der zuständigen Behörde bekommt, was denken Sie wird der Verein zahlen müssen?
    Meine Vermutung: nichts, man wird dem Verein einen Flyer geben, wie dieser Mangel einfach behoben werden kann und einen Termin setzen, bis wann dies zu geschehen hat.
    Sollte der Verein aber ein „Großer“ wie z.B. ein Automobilclub oder dergleichen sein und bei der Überprüfung wird festgestellt, dass die fehlerhafte Datenschutzerklärung bewusst, über einen langen Zeitraum mit dem Ziel der Bilanzoptimierung durch Versicherungsabschlüsse so gehalten wurde, dann reichen keine 50€.

    Dafür hat sich der Gesetzgeber diese „bis zu“ ausgedacht. Und ja, dieses finde ich gut an der DSGVO.

    Zu ihren Abmahnanwälten.

    Feststellung war, dass nicht durch die DSGVO eine Abmahnung droht, sondern aus Wettbewerbsgründen. Wenn Ihr Verein also nur Meister geworden ist, weil die Datenschutzerklärung fehlt und der andere Verein deshalb nicht aufgestiegen ist, dann rechnen Sie mit einer Abmahnung. Je nach Liga, auch aus 500Km Entfernung.

    Und wie bei den „unseriösen“ Abmahnanwälten aus dem Urheberrecht, wird weiterhin ein geschädigter Wettbewerber hinter den Anwälten stehen müssen, der zur Abmahnung berechtigt.
    Und da gibt es noch die „möglicherweise“ Kriminellen, die in der Branche einfach mal so eine Abmahnung kostenpflichtig, mit weiteren teuren Drohungen garnieren, um mit ihrem Verein Geld zu verdienen, obwohl kein Wettbewerber dazu veranlasst hat. Diese Klientel mahnt aber nicht nur Ihren Verein ab sondern auch den Metzger, den Bäcker, den Friseur…

    Viele Unwissende, zahlen hier lieber 100€ bis 300€ in der Hoffnung keine 80000€ beim nächsten Vergehen zahlen zu müssen. Dies obwohl hierzu kein Grund besteht. Diese Leute haben halt keine Ahnung von der Gesetzeslage (nicht nur DSGVO) und gehen auch nicht zum Anwalt, um sich vor den ungerechtfertigten Forderungen zu schützen.

    Das ist Wettbewerbsrecht, keine DSGVO. Verstehen Sie diesen Unterschied? Ich (ver)zweifle.
    Zum Schluss noch mal, der nicht beförderte Spieler. Rein fiktiv war die Geschichte um Ihnen die Verbindung zum Privatrecht darzulegen.

    Der Spieler ist schon seit der F-Jugend im Verein und Sie hatten bisher immer alle Grillfeste mit Fotos auf der Homepage hinterlegt?
    Auf jeden Fall sei die Meisterfeier und der Aufstieg so heftig gefeiert, dass ein unvorteilhaftes Foto (rein fiktiv) auf der Homepage den Arbeitgeber abschreckte und er deshalb nicht befördert wurde. Das kann der Arbeitgeber dem jungen Mann im Gespräch sogar sagen. Eigentlich wollten wir den Posten des Abteilungsleiters ja an Sie…aber…

    Wenn Sie Ihre Betroffenen Vereinsmitglieder nicht gesetzeskonform darüber informiert haben, das Fotos geschossen werden und diese auf die Homepage kommen ohne Einverständniserklärung ihrer Betroffenen, dann wird auch hier das Bußgeld der Aufsichtsbehörde 50€ übersteigen, da eine Schädigung eines Betroffenen eingetreten ist.
    Und Sie können privatrechtlich vom geschädigten verklagt werden. Auch diese Gesetzeskonstellation finde ich gut. Kann ich verteidigen.

    Und nein, wir zitieren nicht ständig aus Gesetzestexten, denn dann würde hier ständig irgendwas mit §§ und ART. Abs. 1a-…stehen.
    Wir arbeiten hier, ich finde sogar äußerst geduldig, mit Beispielen.

    Ihre mannigfaltigen Ansätze auch mit Spam und Cookies… gerne in extra Themenbereichen bearbeitend, erschweren aber die Verständlichkeit im Kontext.

    Nachdem Sie, nach all unseren Ratschlägen aber immer noch „Whats app“ schreiben, Leben in der Bude haben wollen und sich auf e privacy freuen, ferner auch noch:
    „Für mich als "Normalbürger" mit überdurchschnittlichen EDV Kenntnissen“ ausgewiesen sind,
    obwohl Sie also bei all Ihren Kenntnissen und Fähigkeiten kaum was verstehen und dies mittels:

    „...Ist es die Intelligenz, ist es das Alter, ich verstehe wieder kein Wort“, bekunden, sind wir stets bemüht selbst dem dollsten Troll, Datenschutz schmackhaft zu machen.

    Dies aber bitte in verdaulichen Häppchen und nicht als gehaltvollen Eintopf. Wir sind hier nicht beim Schuh des Manitu, wo man einfach mit der Gesamtsituation unzufrieden sein kann und dies als Thema einstellt.

    Gruß
    Dataparanoia

  9. #29
    Registriert seit
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    8

    Standard

    mittlerweile wird mir klar wieso hier kein Mensch ist, hier wird nicht kontrovers diskutiert, hier werden gebetsmühlenartig die "Vorzüge" der DSGV propagiert.
    Seinerseits die Missionare haben auch vehement versucht das Christentum bei irgendwelchen Eingeborenenstämmen zu etabliern. Viele Eingeborene starben durch eingeschleppte Viren oder ähnliches.
    In diesem Forum komme ich mir wie ein Eingeborner vor. Ich möchte nicht missioniert werden.
    In diesem Sinne

    VG und viel Erfolg bei Ihrer Mission

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