Hallo,

ein privater Bildungsträger archiviert seit Jahrzehnten die Abschlüsse seiner Teilnehmer/innen
a) zur späteren, nachträglichen Bescheinigung
b) um Voraussetzungen für aufbauende Fortbildungen zu prüfen und gegenüber staatl. Stellen zu bestätigen
c) als "Studierendenarchiv"

Gespeichert werden u.a. auch
d) Ausbildungen / Berufstätigkeiten / Arbeitgeber
e) Haus- und Abschlussarbeiten
f) teilw. gesundheitliche Informationen

Die Daten sind in Papierform, unter Verschluss, abgelegt. Die Teilnehmer/innen stammen vorwiegend aus D - A - CH.

Dazu habe ich folgende Fragen:

Für viele der unterlagen, die teilweise aus den 1970´ er Jahren stammen, liegen keine Einverständniserklärungen vor.

1. Für welche Zwecke (a - f) dürfen diese Unterlagen noch gelagert werden?
2. Für welche Zwecke dürfen diese Unterlagen noch genutzt werden?
3. Dürfen Unterlagen gelöscht werden, auch wenn die Teilnehmer/innen sich bisher darauf verlassen haben, dass sie nachträglich die Ausbildungen bescheinigt bekommen können, bzw. Nachweise später noch möglich sind?
4. Würde ein 4 oder 6 Augen Prinzip bei der Nutzung der Daten diese erleichtern/ möglich machen?
5. Wie können nachträgliche Einverständnisse eingeholt werden? Z.B. über einen Auftragsverarbeitungsvertrag (als Ergänzung zum damaligen, ursprünglichen Ausbildungsvertrag) der sich automatisch nach 3 Wochen ergibt, wenn kein Widerspruch eingetroffen ist?
6. Gibt es Archivgesetze für Fortbildungsträger, Universitäten?


Hinweise und Antworten sind außerordentlich willkommen! Vielen Dank!