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Thema: Ich soll den Datenschutzbeauftragten abgeben, obwohl keine Kenntnisse und Konflikt...

  1. #11
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    Ja. Äh ... ja, wollte es nur mal klar festhalten. Das Opfer zum (internen) DSB zu machen, überschreitet das Direktionsrecht (BAG 9 AZR 612/05 von 2007). Habe nun nicht geguckt, wie es für extern aus der dortigen Argumentation folgen könnte. Aber bereits damit fehlt es sicherlich der erforderlichen "Zuverlässigkeit" aus Sicht einer Aufsicht. Dadad I moana. Abgesehen von der Qualifikation. Homeoffice lässt sich ggf. ja per Anweisung ändern.

    Seine/n Schäff/in können wir leider nicht vernünftig stellen. Aber eventuell kann er/sie ja auf diesen Thread verweisen.
    Geändert von haderner (20.05.2018 um 17:20 Uhr) Grund: Typo

  2. #12
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    Off-
    Haderner, so langsam vervollständigt sich mein bayrischer / boarischer (?) Sprachschatz. Vielleicht werde ich ja noch zum Native Speaker (= das heißt auf bayrisch?)
    -Topic

  3. #13
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    off-
    Wie ein "Hiasiger" (~ von hier) vermutlich. Es ist aber lokal oft unterschiedlich in Dialekt / Umgangssprache, https://de.wikipedia.org/wiki/Bayerischer_Sprachatlas
    -topic

  4. #14
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    Sehen Sie es doch nicht so formal - es muss ja einen Grund haben, dass man Sie ausgewählt hat. D. h. man traut es ihnen zu und hält große Stücke auf Sie. Und wenn Sie sich noch nicht ausreichend geschult fühlen, dann buchen Sie halt eine Schulung. Bei heiklen Fragestellungen können Sie ja zudem jederzeit dieses Forum nutzen.

  5. #15
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    Ja genau - und wenn Sie demnächst jemand zum Betriebsarzt ernennt, obwohl Sie kein medizinisches Studium vorweisen können, seien Sie doch nicht so formal. Wird schon einen Grund haben, weshalb man Sie auserwählt hat ...

    Spaß beiseite, Ernst ausse Ecke: Der Threadersteller hat für dasselbe Thema bereits einen anderen Thread aufgemacht, also Doppelposting. Dort wurde bereits ausführlich diskutiert.

  6. #16
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    Zitat Zitat von bdsb Beitrag anzeigen
    Der Threadersteller hat für dasselbe Thema bereits einen anderen Thread aufgemacht, also Doppelposting. Dort wurde bereits ausführlich diskutiert.
    Jetzt hier zusammengefasst.

    @ mronextra
    Bitte Doppelposts vermeiden.
    Ulrich Dammann
    Moderator - Administrator

  7. #17
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    Zitat Zitat von bdsb Beitrag anzeigen
    Hallo mronextra,

    jetzt bringen Sie eine neue Komponente ins Spiel: Sie sollen ans DSB in einer anderen Firma Ihres Chefs aktiv werden, wenn ich das richtig verstanden habe.

    Dazu zwei Anmerkungen:

    1. Sie würden dann wohl als externer DSB tätig werden. Hierzu bedarf es eines gesonderten Vertrags und einer entsprechenden Vergütung.
    Könntest Du hier noch etwas näher drauf eingehen? Bei mir sieht es ähnlich aus. Ich soll neben der Firma, für die ich angestellt bin auch für die weiteren Firmen im Unternehmensverbund als Datenschutzbeauftragte benannt werden. Inoffiziell arbeite ich ebenfalls für alle Firmen. Muss hier tatsächlich für jedes Unternehmen ein gesonderter Arbeitsvertrag geschlossen werden?

    VG, Katinka

  8. #18
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    Hallo Katinka,

    wahrscheinlich liegen hier zwei unterschiedliche Sachlagen vor.

    Beim Threadersteller ging es eher um die Tätigkeit als DSB in zwei unterschiedlichen/von einander unabhängigen Firmen, die von seinem Chef geleitet wurden. Bei Ihnen liegt, so wie ich es lese, ein Unternehmensverbund zugrunde. Auszug aus Art. 37 DSGVO https://dsgvo-gesetz.de/art-37-dsgvo/:

    "(2) Eine Unternehmensgruppe darf einen gemeinsamen Datenschutzbeauftragten ernennen, sofern von jeder Niederlassung aus der Datenschutzbeauftragte leicht erreicht werden kann."

    Zum Thema "DSB im Konzern" gibt es hier schon einige Threads, vielleicht mit der Suche-Funktion nachlesen.

  9. #19
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    Hier mein Wissensschatz zum Konzern-DSB:
    Ein Konzern-DSB kann zentral bestellt werden. Sinnvoll ist wahrscheinlich den DSB bei der Mutter oder der Hauptniederlassung anzusiedeln - das macht politisch weniger Stress
    Es empfiehlt sich dann (in größeren Verbünden) in den einzelnen Standorten sogenannte "Datenschutzkoordinatoren" zu installieren.
    Unser Jurist hat noch einen internen Haftungsausschluss für die Töchter empfohlen, da aktuell nicht ganz klar ist, ob man in Haftungsfällen oder Verstößen in Richtung "externer DSB" argumentiert werden kann.
    Die Meldungen an die ASB müssen für jede Tochter einzeln gemacht werden.
    Es sollte ein DS_Managementsystem installiert werden, dass auch wirklich alle erreicht (hier gibt es z.B. eine Konzernrichtlinie zum Datenschutz, alle Unterlagen werden in Confluence zentral veraltet und sind webbasiert auch für alle MA erreichbar usw.).

  10. #20
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    Es ist doch immer wieder offensichtlich, dass es in unserem Land, in dem wir gut... äh falsches Thema…, Unternehmen gibt die auch 2018 noch keine Ahnung von Datenschutz haben, Kein Interesse an Datenschutz haben und auch keinen Cent für Datenschutz in die Hand nehmen wollen.
    Ich bin mir aber sicher, dass all die Unternehmer in den letzten Monaten bis zu 100 Anschreiben von Dritten, die mit Datenschutz Geld verdienen, auf dem Tisch hatten mit folgendem oder ähnlichem Inhalt:
    „Sehr geehrte…die DSGVO…Strafen von bis zu….handeln Sie jetzt….sonst….wir helfen…DSB“
    Beim gestressten Chef bleibt hängen: „Strafe…DSB“.
    Der/die nächste MA die im Flur steht wird befördert zum DSB und schon ist der Begriff, Strafe mit allen Synonymen vergessen.
    Jetzt ist also das Opf..äh der die MA daran sich zu entscheiden.
    Leider gibt es da wohl nur ein nein oder eben ein ja.
    Mronextra möchte diplomatisch vorgehen, da der Chef, wenn ich die Situation richtig deute scheinbar Recht resistent gegen Beratung seitens MA ist.
    Dann wird er auch resistent, seitens eines internen DSB sein. Welche Argumentation könnten wir jetzt Mronextra an die Hand geben, die ein Beratungsresistenter Chef akzeptiert?

    „Mein Chef ist mehr als eigen und duldet andere Meinungen weniger als selten. Ich habe meinem Chef mehrfach mündlich mittgeteilt, dass ich dafür ungeeignet bin. Auch hierbei fiel er mir ins Wort und meinte ich soll mir doch da nicht so einen Kopf machen da wird eh nix passieren, das wäre nur wieder Panikmache mehr nicht.“
    „Was soll ich an eurer Meinung nach tun? Denn mein Chef will nicht hören, dass ich dies a. nicht kann und b. eigentlich gar nicht darf. Ich rechne eben von seiner Seite aus mit Konsequenzen, wenn ich Ihm das nun eröffne. Meiner "Vorgesetzten" hab ich dies alles bereits mitgeteilt.“

    Ein schnödes Nein ist möglich, kann sich aber nicht jeder erlauben.
    Ich empfehle ein schriftliches, Ja unter folgenden Voraussetzungen.
    Schriftliche Bestellung ab xxxx mit 30%-40% wieviel Zeitanteil einer Vollzeitstelle.
    Schriftliche Enthaftung für die Tätigkeit als externer bei Schwesterunternehmen.
    Ausbildung zum Datenschutzbeauftragten ca. 1 Woche, mit anerkanntem Abschluss (Prüfung)
    Termin zur Besprechung mit Kosten gleich dabei haben.
    Ggf. Lohnerhöhung
    Ansonsten nein.
    Wenn DSB dann Kündigungsschutz. (Ich denke an die Konsequenzen, die Mronextra erwähnte).
    Wenn der Chef nicht auf die Idee kommt die Bestellung zeitlich zu begrenzen. Dann ist gut für Sie. Die Konsequenzen sind dann verhältnismäßig eingepreist.
    Geben Sie Ihr bestes und wenn es nicht klappt, dann kann man immer noch zurücktreten.
    Kleiner Tipp. Dann auch zuerst als externer von der Schwestergesellschaft zurücktreten. Dies bedeutet das der Chef dann einen DSB hat mit Kündigungsschutz und die Kosten eines externen auch noch tragen darf. Da lernt man dann seinen internen wieder zu schätzen.
    Ist zwar jetzt etwas radikal geschrieben, aber bei manchen Chefs krieg ich immer voll die Paranoia.
    Oder Zitat Marc UWE Kling(Känguru manifest): Wie kommt man von dem meist vorhandenen Wissen über die Umstände zum nicht einverstanden sein mit den Umständen? Oder wie kommen wir von der Wissens in die Dissens – Gesellschaft.
    Gott sei Dank ist Wochenende
    Gruß
    Dataparanoia
    Geändert von Dataparanoia (13.07.2018 um 11:59 Uhr) Grund: Zitate mronextra separiert

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