Sehr geehrte Forum Mitglieder,

ich bin in einer Agentur die für einen großen Autohersteller die Kommunikation verantwortet, für den Bereich B2B zuständig. In unserer Datenbank befinden sich ca. 400.000 Datensätze von Firmen aus allen Branchen (von 1-Mann/Frau Gewerbe bis hin zu Großkonzernen). In der Regel versuchen wir auch immer einen Ansprechpartner (Entscheider) in diesen Firmen zu bekommen, mit dem wir dann direkt kommunizieren. Dies erfolgt direkt postalisch und per Newsletter im Namen des Herstellers, und einmal im Jahr telefonisch im Namen der Händler. Opt-ins liegen uns nur bei 5-10% der Firmen vor. Der Ursprung der Datensätze, setzt sich aus Dateneinkäufen (Adressbroker), Händleranlieferung, Käufer der Fahrzeuge, frühere Kommunikationsmaßnahmen zusammen.

Im Bereich eMail Marketing generieren wir aktuell double opt-ins. Mir geht es mit meiner Anfrage aber um die Bereiche postalisches Direkt-Marketing, und das jährliche Telemarketing im Namen der Händler. Die bisherige Vorgehensweise unterstellte immer das berechtigte Interesse der kontaktierten Firma (in 50% der Fälle mit einem Ansprechpartner). Widersprüche/Opt-outs kamen in der Vergangenheit nur im Promillebereich vor.

Dürfen wir nach der neuen DSGVO auch ab dem 25.05. noch von diesem berechtigten Interesse ausgehen? Die angesprochene Telemarketing Aktion im Namen der Händler (hier werden 45.000 Gewerbetreibende kontaktiert) läuft seit Februar und würde über den 25.05. hinausgehen. Jetzt steht aber die Frage im Raum, ob wir ab dem 25.05. überhaupt weiter kontaktieren dürfen?

Ich würde mich sehr freuen, hier ein paar Antworten oder weiterführende Links zu bekommen.

Vielen Dank im voraus,

MP