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Thema: Einladungen Gedenkgottesdienst

  1. #1
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    19

    Frage Einladungen Gedenkgottesdienst

    Hallo alle zusammen,

    bei uns im Haus gibt es 2x im Jahr für die Angehörigen der in unserem Haus verstorbenen Patienten einen Gedenkgottesdienst.
    Hierfür werden die im KIS angegeben Angehörigen für die Einladungen genutzt. Zweck der Erfassung: KH-Behandlung und Information
    des Angehörigen im Notfall.
    Da meiner Meinung nach hier eine Zweckänderung vorliegt sehe ich das seeehr kritisch.

    Zusatz: Es handelt sich nicht um Palliativ-Patienten, die definitiv im Haus versterben werden und man in Vorab-Gesprächen eh mit den
    Angehörigen spricht.
    Wie seht ihr die Sache? Definitiv verboten oder "kann man machen"?

    Vorab vielen Dank!
    Grüße
    DSB_100

  2. #2
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    166

    Standard

    Mit solchen Themen werde ich auch immer konfrontiert.
    Rechtlich ist dies sicherlich zutreffend, dass hier konkret betrachtet eine Zweckänderung vorliegt.
    Die andere Seite ist die positive Intension, die hinter der Einladung steckt. Und die, nach erster Betrachtung, keine Nachteile für den Betroffenen bedeutet. In solchen Fällen wäge ich ab und tendiere im Zweifelsfall zur positiven Intension.

  3. #3
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    5.124

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    Laden Sie alle ein, ungeachtet der Nicht/-Zugehörigkeit zu einer Kirche oder Religionsgesellschaft? Ist die Einladung "glaubensneutral"?

    @ coach58: Intention statt Rechtsgrundlage? Gilt das dann für alle Verantwortlichen und alle Betroffenen bei "guten Zwecken"?.
    Ulrich Dammann
    Moderator - Administrator

  4. #4
    Wilma Gast

    Standard

    Ich klinke mich nun doch nochmal ein. Das Problem kenne ich auch. Einerseits die Seelsorge, die Interesse an vielen Schäfchen hat, andererseits die Patientenrechte, und dann noch, dass Gedenkandachten für Angehörige Verstorbener tatsächlich ein gern angenommenes Angebot ist.
    Direkt Angehörige anzuschreiben ist keine gute Lösung, da ohne Rechtsgrundlage. Ggf. kann man mit Flyern arbeiten via Bestattern, die diese an die Angehörigen weitergeben. Oder Ähnliches.
    Nicht ganz sauber, aber ggf. zu realisieren: Über die Adressdaten der Verstorbenen die Angehörigen anschreiben - DSGVO gilt nur für natürliche Personen, bleibt die Schweigepflicht - hier könnte man dann ein mutmaßliches Einverständnis annehmen.

  5. #5
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    166

    Standard

    findet i.d.R. ökumenisch statt, also "glaubensneutral" i.w.S.
    Was ich mit "gutem Zweck" ausdrücken wollte, sind Situationen, die rechtlich im Grenzbereich, manchmal ds-rechtlich auch eine gewisse Relevanz aufweisen, aber einen positiven Zweck haben und i.a.R. dem Betroffenen einen Vorteil bringen. Wie gesagt ist Einzelfallabwägung. Wird im übrigen (bisher) sehr gut aufgenommen, da es den manchmal sehr restriktiven Charakter des Datenschutzes pragmatisch macht. Bitte aber nicht falsch verstehen, es geht mir nicht darum, mich über bestehendes Recht zu stellen, sondern wirklich um Einzelfallabwägungen.

  6. #6
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    Standard

    Die Einladung ist für alle Religionsarten und der "Gottesdienst" wird ökumenisch abgehalten.
    Bisher gab es zum Glück noch keine Probleme, aber letztendlich geht es ja darum, dass es nicht erlaubt ist.
    Das Thema kam auf, weil eine Kollegin der Aufnahme von der Marketingabteilung dazu angehalten wurde, die Angehörigen immer vollständig zu erfassen.
    Oft ist nur eine Tel.nr. drin, da es ja darum geht den Angehörigen tel. zu informieren sollte was sein und nicht ihn anzuschreiben. Dies hab ich mitbekommen
    und natürlich gleich mitgeteilt, dass das rechtlich nicht i.O. ist.
    Über die Bestatter haben wir es schon mal versucht, diese finden das jedoch recht lästig. Vor allem sind die Angehörigen zu diesem Zeitpunkt meist
    nicht aufnahmefähig, dass in 5 Monaten ein Verstorbenengottesdienst statt findet.
    Mein Verwaltungsleiter ist von meinem Veto nicht sonderlich begeistert, der Vorschlag "Ausschreibung in der Zeitung" ist ihm zu unpersönlich.
    Letztendlich komm ich hier mit ihm nicht auf einen gemeinsamen Nenner und er muss für sich entscheiden, ob er das Risiko eingeht.

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