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Thema: Zukunft als Mix aus IT und DSB

  1. #1
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    Frage Zukunft als Mix aus IT und DSB

    Hallo,

    ich brauche den den Rat eines Datenschutzbeauftragten.
    Darf ich der Einfachheithalber dutzen?
    Wenn Du Dein Leben wiederholen könntest, würdest Du dann noch einmal Datenschutzbauftragter werden wollen?
    Ich hörte von DSB, die als One-Man-Army in großen Unternehmen bis über beide Ohren in Arbeit und Stress begraben sind.

    Ich bin 36, arbeite in der IT und habe mich in Datenbanken spezialisiert. Datenbank Entwicklung, Operation, Administration, ETL, Busines Intelligence, Cubes, Reports, Datenanalysen bin ich alles schon durchlaufen
    Jetzt überlege ich mir, wie ich mir mein Alleinstellungsmerkmal erschaffen kann.
    Mir scheint der DSB das Naheliegende. Besonders mit meinem Hintergrund. Ich arbeite ohnehin schon eng mit Daten zusammen.
    Rohe Datenbanktechniken, Datenschutzbeauftragter, IT-Infrastruktur-Sicherheit, Kryptografie, ich denke da lässt sich einiges ausbauen.

    Beide Disziplinen sind ein Fulltime Job, dessen bin ich mir bewusst. Allerdings geht mein Gedanke noch ein bisschen darüber hinaus.
    Ich bin in Sorge um meine Rente. Kurzum, ich zweifle an (m)einer. Was, wenn ich meine Kenntnisse in Datenbanken mit dem Datenschutz kombinieren könnte? Ich habe einen Kopf voller Ideen, wie ich dann im Rentenalter noch gutes Geld in die Portokasse bringen kann.
    Allein bei meinem Metier der IT zu bleiben, finde ich wenig aussichtsreich und gelinde gesagt langsam langweilig. Es werden immer frisch studierte Bachelor auf den Markt rücken, die mal was mit Datenbanken gemacht haben, mit denen ich dann in Konkurrenz treten muss. Naja, die Jungs sind billiger als ich.

    Mein Knackpunkt ist gerade, dass ich folgende Zukunftsszenarien sehe.
    1. Der Datenschutz wird in Zukunft allenfalls Stiefmütterlich behandelt.
    2. Der Datenschutz wird nicht zuletzt Dank der GDPR zu einem stets drohenden Damoklesschwert über den Köpfen aller Unternehmen.
    3. Alles bleibt wie gehabt und hier und da poppt allenfalls einmal ein Cambridge Analytica Skandal auf.

    Zur Zeit scheint die Industrie keinen all zu großen Bedarf an Datenschützern zu sehen.
    Aussagen sind zu hören wie :
    - Wo kein Kläger, der uns wegen Datenmissbrauch verklagen will, da auch kein Angeklagter
    - Wir bekommen bloß vom Kunden gesagt, wie wir die Daten zu verarbeiten haben, wir brauchen daher keinen Datenschützer
    - Man kann sich bestimmt mal kurz einen externen DSB einkaufen, wenn man den mal braucht


    Was meinst Du? Wie siehst Du Deine Zukunft als DSB? Was hältst Du von der Idee, Disziplinen miteinander zu kombinieren?

    Ich freue mich auf alle Meinungen

  2. #2
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    135

    Standard

    Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das jetzt wirklich ernst gemeint ist. Falls ja, muss man vielleicht klarstellen, dass das einzige, was Datenbank-Betrieb und Datenschutz gemeinsam haben, ist das Wort "Daten" im Namen. Mein Tipp: Gehen Sie erst einmal in Richtung Informationssicherheit. Damit würden Sie schon einmal wesentliche Aspekte hinsichtlich Risikobewertung und Sicherheitsmaßnahmen lernen. Im nächsten Schritt könnte man dann die juristischen Aspekte des Datenschutzes hinzulernen und sich in langfristig Richtung DSB weiterentwickeln.

  3. #3
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    Passiert es oft, dass sich neue Leute in dieses Forum verlaufen, die erstmal rumtrollen und lange Texte als Scherzartikel verfassen? Wäre schade drum. Oder warum nehmen Sie an, ich würde damit scherzen?

    Naja, der Microsoft SQL Server hat einige spannede Funktionen im Bauch, die z.B. die darin enthaltenen Daten rudimentär auf GDPR Konformität überprüfen.
    Bevor jetzt der shitstorm losgeht; Jedem hier ist klar, dass das nur eine Assistenzfunktion und keine Sicherheit darstellt.
    Sehr viele DB Admins schreiben Online-Blogs, geben online Video Tutorials, Twittern, und nehmen sich i.d.R. reichlich Arbeit mit nach Hause, wo sie an ihrem Lieblings-PC nochmal nach deren Datenbanken schauen. Und jeder einzelne weiß, wie sehr er sich Gedanken darüber macht, bloß kein Detail zu "verplappern".
    Brent Ozar (sehr bekannter DB Consultant in den USA) verkauft aus Gründen der GDPR und damit verbundenen massiven administrativen Overhead nichts mehr in die EU.
    Mal eine andere Perspektive. Ich sehe alle und kenne einige Daten in meinen Datenbanken. Ich sehe sogar deren Verbindungen untereinander. Ich sehe genau wer, wann, was von den DBs abfragt. Ich kenne sogar alle Programme, die auf meine Datenbanken zugreifen. Ich weiß sogar, was die Programme damit machen. Kurzum, ich weiß was meine Daten tun, ich weiß aber nicht was sie dürfen.
    Wer, wenn nicht jemand der derart breite und tiefe Einblicke in die Daten hat, könnte am ehesten sicherstellen, was die Daten dürfen, um sie zu sichern?
    Ich weiß, der DSB tut mehr als das. Papiergebundene Daten, Firmenchats, Flurfunk und viel mehr spielen da auch mit rein.

    Vielen Dank für den Hinweis zur Informationssicherheit. Der Hinweis ist mir wirklich sehr willkommen.
    Noch ein weiterer Punkt auf meiner langen Liste hin zu meinem Ziel.
    Hätten Sie einen Begriff zu Ihrer Idee "juristischen Aspekte des Datenschutzes"? Ein Jura-Studium wird zumindest schwierig.

  4. #4
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    Standard

    Hmmm grübelgrübel?

    Hallo Threepwood

    Ihre Zukunftsszenarien teile ich in den Punkten 1. u. 3
    Wie viele andere Kontrollinstanzen, ich denke da an z.B.: Veterinärämter, Zoll, Polizei, Finanzbehörden, Wirtschaftsprüfer…, ja eigentlich an alle, welche mit staatlichen Kontrollbefugnissen ausgestattet sind, kann man das Gefühl bekommen, dass diese systematisch mit zu wenig Personal und oder Equipment ausgestattet sind. Möglicherweise wollen weder Legislative noch Wirtschaft Kontrollknüppel zwischen den Beinen, während des Ewigen Laufes um die besten Plätze am Futtertrog?
    Wenn Sie sich der Tragweite mancher Rahmenbedingungen bewusst werden, und dennoch bereit sind, das Beste im Sinne der Aufgabenstellung zu vollbringen. Dies, aus Überzeugung und ohne den Kopf einzuziehen bei Gegenwind, dann haben Sie gute Voraussetzungen.
    Ein Studium ist hierbei sicherlich hilfreich, aber der juristische Aspekt, wenn auch anteilig hoch angesiedelt, wird aus ihnen nicht automatisch einen DSB kreieren. Wie wäre es mit einem Seminar zum Thema Datenschutz?
    Auch umfangreiche Kenntnisse in Sachen Datenbanken sind nur ein Teil des Ganzen.
    „Wer, wenn nicht jemand der derart breite und tiefe Einblicke in die Daten hat, könnte am ehesten sicherstellen, was die Daten dürfen, um sie zu sichern?“
    Ich selbst habe auch keine Ahnung was die Daten so dürfen, daher bin ich schon geneigt an der Ernsthaftigkeit der langen Liste zum Ziel, zu zweifeln.
    Aber wenn Sie definieren können, was Sie unter „dem Datenschutz als stets drohendem Damoklesschwert über den Köpfen aller Unternehmen“ verstehen, dann könnten Sie ja schon mal in Richtung IT – Beauftragter gehen.
    Dadurch eventuell entstehender Kontakt zu Datenschützern, hilft ggf. weitere Punkte auf ihrer Liste zum Ziel festzulegen.

    Gruß
    Dataparanoia

  5. #5

    Standard

    Ich würde ehrlich gesagt dazu tendieren, dass Datenschutz eher an Einfluss gewinnt. Wo ich Ihnen Recht gebe ist bezüglich der nahen Zukunft. Da wird sich eventuell nicht so viel tun. Aber mit jedem Tag gewinnen Daten an Wert für Unternehmen, es dreht sich immer mehr um Wissen und Daten. Egal welche Branche, Daten sind der Grundsatz und die Währung um die sich alle zunehmends schlagen. Daher ist es für mich logisch, dass auch der Datenschutz irgendwann einen höheren Stellenwert bekommen wird. Hoffentlich zumindest..

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