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Thema: Orientierungshilfe "Datenschutz im Verein nach DSGVO" (ASB Baden Württemberg 03/2018)

  1. #1

    Standard Orientierungshilfe "Datenschutz im Verein nach DSGVO" (ASB Baden Württemberg 03/2018)

    Da hier oftmals nach Datenschutz im Verein gefragt wird, die Aufsichtsbehörde in Baden Württemberg hat eine Orientierungshilfe veröffentlicht:

    "Datenschutz im Verein nach der Datenschutzgrundverordnung (DS-GVO), Informationen über die datenschutzrechtlichen Rahmenbedingungen beim Umgang mit personenbezogenen Daten in der Vereinsarbeit (Stand 02.03.2018)"

    https://www.baden-wuerttemberg.daten...ur-verfuegung/

  2. #2
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  3. #3
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    aber ACHTUNG...

    BaWü sieht bei Vereinen die Erforderniss eines DSB (wobei Trainer zu den 10 Personen zählen); Bayern sieht das anders.

    Das Kohärenzverfahren lässt grüßen! :-)

    VG

  4. #4
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    Zitat Zitat von Datenverhüter Beitrag anzeigen
    aber ACHTUNG...

    BaWü sieht bei Vereinen die Erforderniss eines DSB (wobei Trainer zu den 10 Personen zählen); Bayern sieht das anders.

    Das Kohärenzverfahren lässt grüßen! :-)

    VG
    Was bin ich froh, dass in unserem Verein aktuell nur 8 Leute Zugriff haben. Der sächs. DSB verweist sowohl auf Bayern als auch BW nach dem Motto: "Sucht Euch selbst aus, was da passt!" Aus meiner Sicht ist nur für Vereine aus Bayern der Sachverhalt geklärt, alle anderen sollten zur Sicherheit bei der zuständigen ASB nachfragen. An dieser Stelle noch der obligatorische Hinweis, dass die 10-er Regel nicht der DSGVO entstammt, sondern über das BDSG geregelt ist. Es muss also nur Berlin nachbessern.

  5. #5
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    Ein Problem (von mehreren) besteht darin, dass die verantwortlichen Personen bei der Datenschutzaufsicht m. E. den Bezug zu einigen Aspekten der Realität aus den Augen verloren haben.

    Auf einer Info-Veranstaltung zum Thema DSGVO erklärte die Nieders. Landesdatenschutzbeauftragte neulich, dass Übungsleiter bei der Berechnung der 10 Personen in kleineren Vereinen nicht mitgezählt werden, da sie ja vielleicht alle zwei Wochen einen Spielbericht ausfüllen und das wäre es dann mit der Verarbeitung pb Daten, das ist ja nicht ständig.

    Die Realität sieht ganz anders aus. Je nach Sportart speichert und somit verarbeitet der Übungsleiter (auf Smartphone, Tablet, PC) darüber hinaus:

    - Name des Sportlers
    - Anschrift des Sportlers
    - Telefonnummer des Sportlers
    - E-Mail-Adresse des Sportlers
    - Alter des Sportlers
    - Gewicht des Sportlers
    - Leistung des Sportlers
    - Verletzungen des Sportlers
    - Vereinseintritt des Sportlers
    - ...

    Bei Minderjährigen auch die Kontaktdaten der Erziehungsberechtigten.

    Wenn Ausflüge oder Zeltlager etc durchgeführt werden, bei Minderjährigen darüber hinaus ggf Angaben erfasst über Allergien, ob Medikamente einzunehmen sind, ob es sich um Vegetarier/Veganer handelt usw.

    Außerdem wird sich der Übungsleiter evtl auch elektronische Notizen anfertigen über die sportlichen Gegner, ebenfalls mit pb Daten.

    Alles ja durchaus sinnvoll und hilfreich. Aber das soll "nicht ständig oder "nicht regelmäßig" sein? Nehmen wir es mal dankbar und mit verschlossenen Augen so hin.

    Mir kommt es so vor, als ob die Aufsichten jetzt auch gemerkt haben, dass die "Kleinen" (Vereine, Firmen) im Prinzip genauso von der DSGVO und dem neuen BDSG betroffen sind wie diejenigen, die eigentlich ins Visier genommen werden sollten, also die Googles und Facobooks dieser Welt. Und nun will man irgendwie die Auswirkungen für die "Kleinen" durch Verlautbarungen mindern. Ich hoffe mal, dass im Streitfall ein Gericht das Ganze dann später einmal ebenso großzügig beurteilt. Und sich die Aufsichten dann auch einschalten, wenn oder bevor es zu einem anderslautenden Urteil kommen sollte.
    Geändert von bdsb (08.09.2018 um 21:13 Uhr) Grund: Rechtschreibfehler korrigiert

  6. #6
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    Hallo bdsb,

    volle Zustimmung von meiner Seite. wir haben 5 Trainingseinheiten pro Woche mit mehreren Übungsleitern und bei jeder Einheit wird natürlich die Anwesenheit erfasst, nicht über Strichliste, sondern online. Aus meiner Sicht hat man bei der Gestaltung des BDSG-neu schlichtweg übersehen, dass es bei - ehrenamtlich geführten - Vereinen doch einen wesentlichen Unterschied zu allen anderen Unternehmen / Organisationen / Behörden gibt: Während bei Unternehmen / Behörden / Organisationen mit hauptberuflichen Mitarbeitern jeweils nur eine Person mit pb. Daten beschäftigt, dies aber 40 Stunden die Woche, sind es im ehrenamtlich geführten Verein eher fünf, acht, zehn oder mehr Leute, die zwar vielleicht nur ein oder zwei Stunden pro Woche, dies aber eben regelmäßig, mit pb. Daten in Kontakt kommen. Anders ist es im Ehrenamt auch gar nicht möglich. Jeder unserer Trainer hat einen Hauptberuf oder ist Lehrling oder Schüler, also 40 Stunden je Woche mit anderen Dingen beschäftigt. Die Arbeit im Verein muss einfach auf möglichst viele Schultern verteilt werden, weil es anders nicht geht.
    Auch wenn der Ministerialerlass der Bayern in Bezug auf die Konformität zu DSGVO und BDSG-neu höchst zweifelhaft ist und aus meiner Sicht puren Wahlkampf widerspiegelt, stimmt doch die Zielausrichtung. Sauberer wäre es gewesen, wenn die Bayern ihr Konzept für ehrenamtlich geführte Vereine bereits in die Diskussion vor Verabschiedung des BDSG-neu eingeführt hätte oder in der Länderkammer zumindest jetzt damit antreten würden, das BDSG-neu zu ändern. Wie bereits ausgeführt, die 10-er Regel ist keine Erfindung der Brüsseler Bürokraten, sondern ein deutsches hausgemachtes Problem.

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