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Thema: Nach dem 2. Staatsexamen direkt zum DSB

  1. #1
    Registriert seit
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    1

    Standard Nach dem 2. Staatsexamen direkt zum DSB

    Liebe Mitglieder,

    ich wende mich in der Hoffnung an euch, ein wenig Klarheit in Bezug auf ein mir unterbreitetes Jobangebot zu bekommen.

    Ich bin seit Mitte November frisch gebackener Volljurist und arbeitete bis jetzt nebentätig bei einer kleineren Kanzlei mit größerem Bezug zu einer Unternehmensgruppe. Die Unternehmsgruppe wurde bislang durch einen externen DSB beraten. Mit dessen Leistung ist man scheinbar unzufrieden, bzw. man will dessen Dienstleistungsvertrag wohl auch aus Kostengründen nicht weiter verlängern.

    Mein Chef kam jetzt auf die Idee, dass die Kanzlei die möglicherweise entstehende Lücke des externen DSB ja schließen könnte und hat mich gefragt, ob ich mir vorstellen könne, für die von der Kanzlei auch anderweitig vertretene Unternehmensgruppe als neuer externer DSB einzusteigen. In dem Fall würde ich dann in der Kanzlei auch in Vollzeit angestellt werden.

    Ich bin im Moment extrem verunsichert, ob ich diesem Aufgabenbereich überhaupt gerecht werden kann. Außer der Ausbildung zum Volljuristen mit zweitem Statsexamen und der Nebentätigkeit in der Kanzlei über nun sieben Jahre habe ich keine nennenswerte Berufserfahrung, insbesondere nicht in diesem Fachbereich, soll aber innerhalb von einem halben Jahr wohl den externen DSB ersetzen. Ist das überhaupt fachlich machbar bzw. kann man überhaupt durch Schulungen in so kurzer Zeit das nötige Fachwissen anhäufen, um der Unternehmensgruppe als externer DSB weiterhelfen zu können? Bei der Unternehmensgruppe handelt es sich um einen größeren mittelständischen Unternehmenskonzern.

    Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe.

  2. #2
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    Standard

    In einem halben Jahr kann man sich das notwendige Fachwissen nicht aneignen. Sicherlich fällt Volljuristen die Erkundung der rechtlichen Aspekte leichter, doch wie Sie schon anmerken, genügt dies allein nicht. Neben den informationstechnischen und konzeptionellen Sachverhalten gehört auch die Kenntnis um Machbarkeiten, Grenzen und Möglichkeiten im Unternehmen dazu. Die Aneignung des Letzteren kann in einem halben Jahr (Vollzeit) machbar sein. Wirkliche Fachkunde erreicht man erst nach einigen Jahren intensiver Beschäftigung. Das ist wie in allen Fach- oder Berufsbereichen. Aber ebensowenig wie die Meister fallen Datenschützer vom Himmel.
    Zur Entscheidungshilfe können Sie auch einfach den letzten Tätigkeitsbericht des für das Unternehmen zuständigen Landesdatenschutzbeauftragten überfliegen. Der dürfte einige Tätigkeitsbereiche, die auf Sie zukommen werden, umfassen. Wenn Ihnen das Thema dann noch liegt und Sie denken, daß Sie es meistern können und auch die persönlichen Voraussetzungen mitbringen, dann werden Sie ein sehr interessantes, aber auch konfliktreiches, Betätigungsfeld entdecken, das regelmäßig Kanonen und Fingerspitzengefühl erfordert.

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