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Thema: Mobbing des bDSB

  1. #1

    Standard Mobbing des bDSB

    Hallo zusammen,

    nach dem der interne bDSB jahrelang unbehelligt seiner Arbeit nachging, wechselte der Vorstand vor ca. 2 Jahren. Der jetzige Vorstand sieht Datenschutz als lästig an. Seit dem wird der interne bDSB gemobbt bzw. wegen anderer Arbeiten, die er auch erledigt, angegangen. Das ganze gipfelte dann in einer absurden Abberufung. Jetzt will die Fa. einen externen DSB bestellen.
    Sollte man gegen die Abberufung vorzugehen?

    Danke.
    Schönen Gruß

  2. #2
    Registriert seit
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    227

    Standard

    Moin!

    ich verstehe den Verdruss, aber was bringts?

    Wenn es zwischen DSB und Vorstand nicht klappt (warum auch immer), dann wird da ja nie ein "Schuh" draus....

    Nur eine Meinung...

    VG

  3. #3
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    4.089

    Standard

    Hallo nixalsverdruss,

    als Aussenstehender lässt sich die Situation nur unvollständig beurteilen:

    Inwiefern wird der betriebliche DSB gemobbt?
    In welcher Form wird er wegen anderer Arbeiten angegangen?
    Hat er sich diesbezüglich "etwas zu Schulden kommen lassen"?
    Gab es vorher bereits klärende Gespräche zwischen Vorstand und Datenschützer?

    Zur Abberufung des DSB ist § 4f BDSG, Absatz 3 maßgebend https://www.gesetze-im-internet.de/bdsg_1990/__4f.html, in Verbindung mit dem dort erwähnten § 626 BGB http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__626.html.

    Zu fragen wäre ferner, wie sich der Betriebsrat dazu verhält.

    Ob man gegen die Abberufung vorgeht (Stichwort Einbeziehung der Aufsichtsbehörde), sollte unter Abwägung der Besonderheiten des Einzelfalls überlegt werden; auch das ließe sich "aus der Ferne" und als Nichtbetroffener nur allgemein beantworten.

    Im Übrigen ist fraglich, ob ein externer DSB wirklich "pflegeleichter" wäre. Wenn er/sie den Job ernst nimmt, wird es womöglich auch erstmal einen Katalog an zu erfüllenden Pflichten für das Unternehemn geben.

  4. #4

    Standard

    Zitat Zitat von nixalsverdruss Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    nach dem der interne bDSB jahrelang unbehelligt seiner Arbeit nachging, wechselte der Vorstand vor ca. 2 Jahren. Der jetzige Vorstand sieht Datenschutz als lästig an. Seit dem wird der interne bDSB gemobbt bzw. wegen anderer Arbeiten, die er auch erledigt, angegangen. Das ganze gipfelte dann in einer absurden Abberufung. Jetzt will die Fa. einen externen DSB bestellen.
    Sollte man gegen die Abberufung vorzugehen?

    Danke.
    Schönen Gruß
    Hallo,
    da ich selber als bDSB von Mobbing betroffen bin die Frage, wie es ausgegangen ist?

    Grüße
    xxx

  5. #5
    Registriert seit
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    464

    Standard

    Hallo CTSH - Datenschutz

    ich klinke mich hier mal auf Verdacht ein und hoffe das die Geschichte ein für "nixalsverdruss" positives Ende gefunden hat.

    Nachdem hier schon ein paar Tage vergangen sind, zweifle ich an der Rückmeldung seitens des Petenten.

    Bei einem Blick auf die Hits bei bisher 2 Antworten auf die Erstellung glaube ich aber an ein erhöhtes Interesse an diesem Thema.

    Aus diesem Grunde möchte ich an dieser Stelle allen DSB empfehlen bereits ab den ersten Anzeichen von Missgunst diese im Rahmen eines Tagebuches zu dokumentieren.

    Keine langen Geschichten nur kurze Vorfälle. Eine lückenlose Dokumentation von Vorfällen dieser Art, wird im Falle der Eskalation als Beweismittel vor Gericht Annerkennung finden.

    Wer gemobbt wird und kein "Mobbingtagebuch" vorlegen kann, wird erst recht wenn es ums Ganze geht als Lügner und Denuziant verschrien werden. Plötzlich ist dann Alles ganz anders

    und nix mehr nachvollziehbar.

    Ein Zusatzaufwand der sich lohnen kann.

    Gruß

    Dataparanoia

  6. #6

    Standard

    Hallo Dataparanoia,
    habe bereist eine Liste angelegt worin ich alles in der Sache fest halte.

    Der Gipfel ist aktuell die Wegnahme meine Firmenwagen den man mir 2014 unter anderen zugestanden hat, um mich im Unternehmen zu halten.
    Ist ein besseres Auto (doppelte PS, Automatik, Keyless, Rückf. Kamera, Sportsitze, usw) als wir sonst so fahren und man weis das ich Wert auf das Auto lege. Beispiel hierfür, dass ich nie in der Waschanlage auf Firmenkosten war sondern es penipel von Hand waschte.

    Jetzt will man mir irgendeinen alten Golf eines anderen Kollegen geben, der ein neues Auto erhält.
    Sonst gibt es hier eine regelung das fahrzeuge nur so bei 200000km getauscht werden (ich habe nicht mal 40000km) oder wenn Reparturanfälligkeit steigt ODER aus betrieblichen Gründen.

    Man hat erst vor kurzem mir mal wieder gesagt das man doch möchte das ich das Unternehmen verlasse, worauf ich sagte das es nicht zur Debatte steht, da man 2014 wo ich ein gutes Angebot hatte, mich unbedingt im Unternehmen halten wollte und ich mir nichts zu schulden habe kommen lasse.
    Auch wurde bestätigt das ich meine Arbeit wie immer ganz toll mache.
    Telefonat mit einem der drei Geschäftsführer ergab, dass selbst dieser sagte das es Mobbing sei was der andere Geschäftsführer der mein Vorgesetzter ist, betreibt.

    Anruf bei ber Landesdatenschutz Behörde bzgl. ob sie einen Anwalt mir empfehlen können ergab, dass sie neutral sein müssen und mir nicht weiterhelfen können.
    Schade, denn Anwälte bzgl. Arbeitsrecht gibt es wie Sand am Meer, nur soll derjenige auch was taugen.

    Na, mal schauen wie es hier so weiter geht.
    Werde für mein Recht einstehen und soll ruhig rauskommen das die Firma null Wert auf Datenschutz und anderes liegt.

    Grüße
    xxx

  7. #7
    Registriert seit
    23.02.2017
    Beiträge
    464

    Standard

    Hallo CTSH - Datenschutz

    wenn Sie mehrere Geschäftsführer haben, dann gibt es eine höhere Instanz, die Mobbingvorwürfe zu prüfen hat.
    Wenn Ihre Liste bereits die Bitte auf Kündigung Ihrerseits enthält und den Entzug des Geschäftswagens, dann packen
    sie diese Vorwürfe in ein objektives Schreiben an die zuständige Stelle in Ihrem Hause und bitten um Stellungnahme durch die Geschäftsführung.

    Ich würde mir eine anwaltliche Beratung leisten, denn bereits die Wegnahme von vertraglichen Leistungen ist einklagbar.

    Nur kenne ich Ihren Vertrag nicht. Wenn da drin steht Firmenwagen, dann kann nach Ablauf der Leasingzeit des Fahrzeuges Ihnen jedes andere zur Verfügung gestellt werden.
    Aus Ihrem Vertrag muss hervorgehen, ob Sie wieder ein gleichartiges Modell erhalten, oder nicht. Als Mobbing kann man es aber shen, wenn man sich nichts hat zu Schulde kommen lassen.

    Versuchen Sie Fakten von Eindrücken zu trennen. Welche Begründung liefert man Ihnen für den Fahrzeugwechsel? Haben Sie diese schriftlich.
    Man hatte Ihnen natürlich auch nur mündlich einen anderen Karriereweg empfohlen. Mit welcher Begründung. Fordern Sie doch diese von Ihrem Geschäftsführer schriftlich ein.
    Eingangsbestätigung Ihres Schreibens erforderlich. Selbst wenn Sie keine schriftliche Antwort erhalten, haben Sie einen dokumentierten Klärungsversuch unternommen.

    Als DSB haben Sie Kündigungsschutz.

    Das die Datenschutzbehörde hier nicht helfen kann ist logisch.

    Aber ein Anwalt zur Beratung der weiteren Schritte und Möglichkeiten ist hier Gold Wert.

    Fachanwalt für Arbeitsrecht sollte das in Griff kriegen

    Gruß

    Dataparanoia

  8. #8

    Standard Mobbing des intDSB

    Hallo,

    tut mir leid für Sie.

    Nach 4 Rechtsstreiten, die im Ergebnis für mich positiv verliefen gab es eine einvernehmliche Aufhebung + Abfindung. Die Zeit bis dahin war allerdings sch..... Hat die ganze Familie in Mitleidenschaft gezogen.

    Schönen Gruß

  9. #9
    Registriert seit
    23.02.2017
    Beiträge
    464

    Standard

    Hallo nixalsverdruss

    die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt, daher hatte ich mir ein besseres Ergebnis für Sie gewünscht.

    Zumindes kann ich Ihnen versichern, dass ich bereits noch extremere Beispiele kennengelernt habe und mich in Ihre Situation durchaus einfühlen kann.

    Recht haben und Recht bekommen, scheint in unserem "Rechtsstaat" durchweg steuerbar. Dies, mittels dem längeren Arm in Form finanzieller Ressourcen.


    Ihnen und Ihrer Familie das beste für Ihre Zukunft wünscht

    Dataparanoia

  10. #10

    Standard

    Zitat Zitat von nixalsverdruss Beitrag anzeigen
    Hallo,

    tut mir leid für Sie.

    Nach 4 Rechtsstreiten, die im Ergebnis für mich positiv verliefen gab es eine einvernehmliche Aufhebung + Abfindung. Die Zeit bis dahin war allerdings sch..... Hat die ganze Familie in Mitleidenschaft gezogen.

    Schönen Gruß
    Hallo und Danke für die Rückmeldung,
    war es für Sie eh ein Ziel das Unternehmen zu verlassen und es kam deshalb zur Auflösung mit Abfindung oder hat es sich so entwickelt?

    Mein Ziel ist erst einmal nicht das Unternehmen zu verlassen, vor allem da zwei der drei Geschäftsführer kein Problem mit mir haben, im Gegenteil immer mit mir und meiner Arbeit zufrieden waren und sind.

    Danke auch an Dataparanoia für die Anteilnahme und der regen Unterstützung hier an der Stelle.

    Schönen Wochenausklang
    xxx

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