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Thema: eDSB Ausbildung, Haftung, Erfahrung

  1. #1
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    Standard eDSB Ausbildung, Haftung, Erfahrung

    Hallo Zusammen,

    nun ist es für mich so weit, ich soll zum DSB ausgebildet werden
    Die Ausbildung werde ich wahrscheinlich beim TÜV absolvieren. (all zu Groß werden die unterschiede zu Dekra, IHK und co. nicht sein, oder?)

    Anschl. soll ich zum eDSB bestellt werden *hust* dazu habe ich nun 1000 Fragen:

    -ist die "Ausbildung" ausreichend??? ich denke mal nicht! Wo bekomme ich Praxiserfahrung her??? Learning bei Doing ist als eDSB etwas kritisch, schließlich würde ich Nachts gerne ruhig schlagen können, bezüglich Haftung und so.

    Mich würden an dieser Stelle Erfahrungen und mögliche Wege interessieren, für jeden Tipp bin ich sehr Dankbar!

    beste Grüße

    Musterfrau

  2. #2
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    Standard

    Hallo Musterfrau,

    ich bin sowohl iDSB als auch eDSB. Meine Ausbildung habe ich ebenfalls beim TÜV genossen und ich fand sie OK,
    andere werden vielleicht andere Stellen preferieren..
    Mein Einstieg gestaltete sich allerdings insofern leichter, als dass ich das Zepter von meinem Vorgänger übernehmen konnte
    und somit nicht bei Null anfangen musste.
    Bei diesen Lehrgängen gibt es normalerweise auch jede Menge Mustermaterial bzw. Quellen dazu
    (Verfahrensverzeichnis, Auftragsdatenverarbeitung, Mitarbeiterverpflichtung ...).
    Helfen könnte Dir sicher auch ein Zusatzlehrgang (oder Zusatzlektüre) "Die ersten 100 Tage als DSB".
    Die diversen Anbieter haben oft auch einen speziellen Lehrgang ( 1 oder 2 Tage) für externe DSB,
    wo gerade die Themen Haftung, Vertragsgestaltung usw. besprochen werden.
    Vielleicht rückt Deine Geschäftsführung ja so ein Zusatzseminar noch raus?

    Ansonsten musst Du Dir in jedem Fall vorher ein Konzept zurechtlegen für die Punkte,
    die Du als erste Aufgaben bei Deinem Mandanten anpacken willst - da steht klar im BDSG was obligatorisch ist.

    Hoffe, das hilft ein wenig und wünsche Dir viel Erfolg.

    Gruß
    DSBext

  3. #3
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    Danke, das war schon mal sehr motivierend

    wie ist das als eDSB, habe ich das richtig verstanden das man das nur als Gewebetreibender ausführen kann?

    und wenn das so ist wie ist da die gängige Praxis bezüglich der Entlohnung für die Dienste? Pauschal, Stundenlohn sonstiges???

  4. #4
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    Standard

    Ob und welche Art von Kaufmann man sein muss, um als eDSB zu arbeiten, kann ich Dir nicht beantworten.
    Ich selbst bin Angestellter bei einem IT-Dienstleister und wir machen es mit einem Dienstleistungsvertrag,
    in dem wir die Dienstleistung "Stellung des externen DSB" für den Kunden anbieten.
    Zusätzlich verwenden wir eine persönliche Bestellung, in der ich vom Kunden (mit Bezug auf den gleichzeitig geschlossenen Dienstvertrag)
    zum DSB bestellt werde.
    Was die Kosten angeht: Wir machen es über eine Jahrespauschale, regeln aber auch den normalerweise erhöhten Anfangsaufwand bei dieser Tätigkeit.

    Gruß
    DSBext
    Geändert von DSBext (02.03.2012 um 10:06 Uhr) Grund: Rechtschreibung

  5. #5
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    OK, also kann man als Angestellter für andere Firmen eDSB sein.
    Wie verhält sich das mit der Haftung? Man ist ja nach wie vor persönlich bestellt oder haftet die Firma bei der man Angestellt ist?

  6. #6
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    Standard

    Nach meinem Wissen beides...

    Zu dem Thema habe ich bei Amtsantritt natürlich auch Fragen gestellt. Es ist so, dass unser Unternehmen ja eine Betriebshaftpflichtversicherung hat.
    Über diese sind "Werk- oder Dienstleistungsverträge" mit abgedeckt.
    Das heißt aber wohl nicht, dass man als eDSB "Narrenfreiheit" hat..
    Wenn man da fahrlässig wichtige Sachen falsch macht oder versäumt, wird man aus der Nummer auch nicht ungeschoren herauskommen.

    Würde aber gern noch andere Stellungnahmen dazu lesen...

    Gruß
    DSBext

  7. #7
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    da gab es einmal diesen Beitrag zur Haftung ...

  8. #8
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    Auszug aus dem Beitrag

    "Die Haftung des externen Datenschutzbeauftragten

    Dagegen haftet der externe Datenschutzbeauftragte im Rahmen des vertraglich Vereinbarten grundsätzlich für alle von ihm verursachten Schäden. Dies gilt auch bei nur leicht fahrlässigen Handlungen, da auf den externen Datenschutzbeauftragten die beschränkte Arbeitnehmerhaftung keine Anwendung findet. Er haftet damit für jegliches Verschulden im Zusammenhang mit der Wahrnehmung seiner Aufgaben."


    Die Haftung scheint sich Grundsätzlich auf den eDSB zu beziehen. Also ist es egal ob er Angestellt ist oder Gewerbetreibend.
    Ich suche ja nicht nach einer Möglichkeit zur absoluten Narrenfreiheit. Ich möchte nur auch in Zukunft ruhig schlafen können, als quasi jungfräuliche eDSB fehlt einfach die Routine und Übersicht, da kann es schon passieren das man auch reiner Unwissenheit einen Fehler macht. oder sehr ich das alles viel zu eng?

  9. #9
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    Das BDSG sieht in seinen §§ 7 und 8 Haftungsnormen vor. Haftungsschuldner ist aber die verantwortliche Stelle. Eine Haftung des bDSB kommt daher nur in Betracht, wenn die Dienststelle oder das Unternehmen Regress beim bDSB nehmen kann, etwa weil der bDSB trotz Beteiligung nicht auf die Einhaltung datenschutzrechtlicher Vorschriften hingewirkt hat.

    In der Kommentarliteratur wird wohl eine entsprechende Haftung über §§ 823 und 839 BGB grundsätzlich für möglich gehalten, wenn das Verhalten des bDSB ursächlich für eine Rechtsverletzung gewesen sei; andere Stimmen meinen aber, dass der bDSB schon gar keine Täterqualität habe, weil er letztlich keine Mittel habe, die verantwortliche Stelle zu einem bestimmten datenschutzrechtlichen Tun anzuhalten.

    Dann gab es übrigens noch Ausführungen zur Frage der strafrechtlichen Verantwortung eines bDSB, erörtert von Professor Barton aus Paderborn, in der RDV Heft 6 aus 2010.
    Eine Täterschaft des bDSB sieht dieser Autor auch nicht, denn der bDSB sei nicht verantwortliche Stelle im Sinne des BDSG. Also kommt für Professor Barton nur eine Beteiligung an einer fremden Straftat in Betracht. Diese Beihilfe kann aber nicht durch positives Tun realisiert werden, sondern nur durch Unterlassen. Strafbares Unterlassen setzt hier aber eine so genannte Garantenstellung voraus. Das heißt, der bDSB müsste eine besondere Verpflichtung haben, Rechtsverstöße zu verhindern (Notwendig bei so genannten unechten Unterlassungsdelikten im Gegensatz zu echten, wie „unterlassene Hilfeleistung“, die nur durch Unterlassen begangen werden können).

    Ich bin kein Jurist und kann das nur wiedergeben, nicht letztendlich bewerten.

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