Ergebnis 1 bis 5 von 5

Thema: §6 a BDSG

  1. #1
    Registriert seit
    29.11.2011
    Beiträge
    49

    Standard §6 a BDSG

    Ich habe gerade den § 6a gelesen. Kann mir jemand ein praktisches Beispiel nennen, wo dieser Paragraf Anwendung findet? Ich verstehe den Inhalt nicht.

    mfg

    siam

  2. #2
    Registriert seit
    19.06.2009
    Beiträge
    2.862

    Standard

    Beispiele sind automatisierte Bewerberauswahlverfahren und das Kredit-Scoring, wenn das automatisierte Verfahren unmittelbare negative Folgen hat.
    Die Idee: Computer(programme) sollen nicht über Menschen "zu Gericht sitzen".
    Ulrich Dammann
    Moderator - Administrator

  3. #3
    Registriert seit
    02.11.2009
    Beiträge
    25

    Standard

    Mir fällt als spontanes Beispiel neben dem Kredit-Scoring, noch die automatisierte Entscheidung bei eine online Kauf ein, ob die Belieferung auf Vorkasse, per Nachnahme oder auf Rechnung erfolgt.

  4. #4
    Registriert seit
    10.02.2011
    Beiträge
    1.926

    Standard

    Das einfachste Beispiel, was mir einfällt, weil unlängst hier im Forum behandelt, betrifft eine pauschalisierte Erklärung der Nichtlöschung von Daten unabhängig des Inhaltes der Daten.

    Eine Webseite veröffentlicht Namen und erklärt, daß diese Namenpaarungen (Vor- und Nachname) nicht pauschal gelöscht werden, denn die Aufgabe der Webseite besteht in der Veröffentlichung der Namen. Diese Veröffentlichung ist Folge einer bzw. stellt eine automatisierte Verarbeitung dar.

    Nun kommt aber jemand, der durch die Veröffentlichung seines Namens ein Problem sieht. Warum und wie auch immer, er wird beeinträchtigt oder befürchtet rechtliche Folgen, weil er z.B. dadurch aufgefunden werden könnte. Also wirkt er darauf hin, daß für sein Namenpaar eine Einzelfallentscheidung getroffen wird: Die Daten sollen auf den Inhalt geprüft werden => das Verfahren "Nichtlöschung" soll nicht angewandt werden => der Name soll gelöscht werden.
    Automatisiert würde diese Entscheidung dann z.B. durch entsprechend eingeführte Filtermechanismen, die auf der Webseite zukünftig die Darstellung des Namenpaares verhindern.

    Nach Absatz 2 wäre das nicht möglich, wenn der Betroffene beispielsweise einen Vertrag mit dem Webseitenbetreiber hätte, der die Veröffentlichung für 1/2 Jahr beinhaltet oder wenn nur ein Teil des Namens angezeigt würde ("durch geeignete Maßnahmen").

    Der logische Aufbau beinhaltet das Was, Wie und Warum mit Daten umgegangen wird und daß der Betroffene Einsicht in die Verfahrensweisen erhält.

    Das wäre mein, sehr vereinfacht dargestelltes, Verständnis. Es läßt sich beliebig verkomplizieren (Persönlichkeitsmerkmale, Konsequenzen, Ausnahmen, wasauchimmer).

  5. #5
    Registriert seit
    29.11.2011
    Beiträge
    49

    Standard

    Vielen Dank, ich bin wieder etwas klüger :-) Schönes WE.

    mfg

    siam

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •