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Thema: Schweigepflichtentbindung

  1. #1
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    Standard Schweigepflichtentbindung

    Hallo zusammen,

    folgender Fall: BU-Versicherer möchte für Leistungsfallprüfung eine generelle Schweigepflichtentbindung haben. Angenommen, diese wird erteilt, kann ich dann bei den betreffenden Ärzten, den betroffenen KK's u.s.w. diese Schweigepflichtentbindung einschränken? Anders herum: der BU erteile ich die Entbindung. Meinen Ärzten und KK's teile ich aber mit, daß diese Entbindung nur für den Zeitraum von 10 Jahren "rückwärts" gilt.
    Zu verbergen habe ich nichts, aber ich möchte der BU auch keine Gelegenheit geben, noch eine Lücke zu finden, um nicht zahlen zu müssen...Man hat ja schon Pferde vor der Apotheke ...... sehen...

    Vielen Dank im Voraus für Eure Meinungen!

    Goa

  2. #2
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    Standard

    hallo Goa, ich würde keine "generelle" geben, sondern immer nur eine "spezielle" auf die jeweilig notwendige Auskunft, geben.
    mfg WB

  3. #3
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    Standard Schweigepflichtentbindung

    Hallo WB,

    vielen Dank für Deine Antwort. Diese Wahlmöglichkeit wird in dem Antrag auch angeboten. Allerdings wird - natürlich - gleichzeitig darauf hingewiesen, daß die Bearbeitung des Antrages dann länger dauern kann......

    Irgendwo habe ich mal gelesen, daß der Weg, den ich in meinem ersten Beitrag beschrieben habe, gangbar ist......aber ich find's nimmer..

    Viele Grüße
    Goa

  4. #4
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    @ Goa

    Die spätere Weisung an den Arzt ist für diesen verbindlich.
    Wenn er korrekt handelt wird er bei einer Datenanforderung aber mitteilen, dass weisungsgemäß nur der Zeitraum von ... bis ... betroffen ist, weil ansonsten die Schweigepflicht nicht aufgehoben ist.
    Ulrich Dammann
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  5. #5
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    Standard Schweigepflichtentbindung

    @ Ulrich Dammann,

    víelen Dank für diese eindeutige Antwort. Dann würde mir dieses Vorgehen wohl keine Vorteile bringen, nur den Nachteil, daß der Versicherer dann erst recht "auf den Plan gerufen wird".
    Ich dachte mir, da ja die Verjährungsfristen von 5 und 10 Jahren längst um sind, muß ich denen ja nicht erlauben, in meinen Gesundheitsdaten von Jahrzehnten rumzuwühlen. Und dann womöglich auch noch zu meinem Nachteil. Ich bin halt 'ne Mißtrauische

    Also danke nochmal
    Goa

  6. #6
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    Hmm, weiss ja nicht wie andere das handhaben - aber wir fragen in unserem Hausarztbericht nur den in den Antragsfragen abgefragten Zeitraum auch ab...

  7. #7
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    Standard Schweigepflichtentbindung

    Hallo dermayer,

    danke für Deine Antwort. In meinem Antrag auf Leistung ist bei keiner Frage ein Zeitfenster benannt. Das finde ich ja eben nicht so witzig.

    Ich lese aber noch mal und noch mal, vielleicht habe ich das übersehen...

    Viele Grüße
    Goa

  8. #8
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    ups. Das Wort "Leistungsfall" habe ich überlesen. mea culpa. Aber auch hier gilt: Prüfung der vorvertraglichen Anzeigepflichtverletzung wird regelmäßig als statthat erachtet. Wenn Du (ich greif das einfach mal auf) noch innerhalb irgendwelcher Rücktritts-/Anfechtungsfristen bist, dann wird das (im Interesse aller Versicherungsnehmer im Kollektiv) geprüft. Ein zu langer rückwirkender Abfragezeitraum ist dann zwar evtl. nicht hscön, aber ggf. nicht verwertbar, je nach Gestaltung der Antragsfragen... soll heissen: Hast Du im Antrag alles angegeben, was Du angeben musstest, dann ist Dir nichts vorzuwerfen. War dem nicht so und der Versicherer hat das Recht, eine Maßnahme zu treffen, ist er im Interesse der anderen Versicherer daran interessiert, die Maßnahme vorzunehmen....

  9. #9
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    Standard

    Hallo dermayer,

    macht doch nix :-)) Ich habe jetzt für mich keine Befürchtungen, ich habe ja nichts falsch gemacht. Aber selbst wenn, der Vertrag ist aus Dez. 1998. Damit sind alle Fristen verstrichen, sowohl 5 als auch 10 Jahre. Und die 30 Jahre für die Anfechtung gibt es ja seit 2002 auch nicht mehr, sind auch 10 Jahre.
    Mein Exkurs ins Versicherungsrecht war mal ganz interessant :-)) Und ich bin lieber immer gut informiert, ich fange nicht gerne erst dann an mit Infobeschaffung, wenn der Fall eingetreten ist.
    Ich bin absolut der Meinung, daß geprüft werden muss. Und dieses Recht der Versicherer spreche ich ihnen nicht ab, es sind Wirtschaftsunternehmen und sie haben nicht "blöd" auf der Stirn stehen. Andererseits haben die BU-Versicherungen, wenn es um den Leistungsfall geht, keinen guten Ruf. Ob zu Recht oder nicht.....bei den Menschen höre ich meistens auf meine Aussage, daß ich eine BU bei einer guten Gesellschaft habe: Ja, ja.....aber wenn's ans Zahlen geht, drehen sie dir aus allem möglichen einen Strick und am Ende bekommst Du Dein Geld nicht.
    Das ist so sicher nicht richtig. Aber wenn man in die Situation kommt, in der diese Rente überlebenswichtig wird, werden diese negativen Stimmen sehr, sehr laut und man hat Angst, es könnte einem auch so passieren.
    Ich hoffe, bei mir geht es seinen korrekten Gang, ich bleibe mal cool (schwitz).

    Viele Grüße
    Goa

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