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Thema: Krankenkasse will Einwilligungserklärung zur Entbindung der Schweigepflicht der Ärzte

  1. #1
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    Standard Krankenkasse will Einwilligungserklärung zur Entbindung der Schweigepflicht der Ärzte

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    von meiner Krankenkasse wurde ich aufgefordert eine Einwilligungserklärung zur Entbindung der Schweigepflicht meines Arztes zu unterschreiben.

    Bereits im Dezember war ich beim MDK, hier habe ich die damals vorliegenden Unterlagen mitgenommen. In einem Vorgespräch mit der Mitarbeiterin der Krankenkasse sagte diese mir, dass ich mich einer OP unterziehen soll. Mein behandelnder Arzt ist diesbezüglich nicht der Meinung, dass zum momentanen Zeitpunkt eine OP vorzunehmen ist.
    Mir ist klar, dass ich gegenüber der Krankenkasse eine Pflicht habe. Jedoch sehe ich nicht ein, dass Sachbearbeiter mit mir über meine Krankheit sprechen bzw. meine Unterlagen einsehen.

    Meine Frage deshalb: Welche Möglichkeiten habe ich? Kann die Krankenkasse mir das Krankengeld streichen, wenn ich mich auf den Datenschutz berufe und diese Erklärung nicht unterschreibe? Oder greift Datenschutz in Deutschland nicht bei Krankenkassen?

    Für eine Antwort bedanke ich mich sehr.

    Mit freundlichen Grüßen
    Tiko

  2. #2
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    Standard

    Ist es denn so, dass tatsächlich die Krankenkassenmitarbeiterin die Einwilligung wünscht für KK, oder ist die für den MDK gedacht? Letzteres wäre o.k., da der MDK die Begutachtung im Auftrag der Kasse durchführt. Das würde ich zunächst mal hinterfragen.
    Das Vorgespräch mit der Mitarbeitern lief vor Untersuchung durch den MDK im Dezember? Dann erhielt der MDK also den Untersuchungsauftrag mit Frage OP? Haben Sie die Begutachtung des MDK eingesehen?

  3. #3
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    Standard

    Hallo,
    zunächst DANKE.
    Also, beim MDK fand ein Gespräch statt und die Ärztin dort meinte auch, dass zum derzeitigen Zeitpunkt mit der Überlegung einer OP gewartet werden sollte. Dies sicher, weil es sich hier eventuell um zwei verschiedene Dinge handelt. Wobei ich sie zu diesem Thema angesprochen habe. Nein, den Bericht habe ich nicht eingesehen. Werde ich anfordern bei der Krankenkasse.

    In der Einwilligungserklärung steht:
    Ich bin damit einverstanden, dass von der ..... Krankenkasse ärztliche Daten über meine Person................von meinen behandelnden Ärzten eingeholt werden.


    Ich möchte wirklich nicht, dass eine Sachbearbeiterin in meinen persönlichen Krankenakten liest.

    Tiko

  4. #4
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    Standard

    Dann würde ich zunächst mal bei der Kasse anfragen, zu welchem Zweck sie die Einwilligung benötigen und wozu sie die Daten verwenden möchten. Dann kann man weiter sehen und hat ein bisschen Zeit.
    Gruß

  5. #5
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    Hallo Wilma,

    Die Krankenkasse möchte mich bei der Genesung unterstützen und arbeitet mit dem MDK zusammen, welcher ausführliche Befundberichte benötigt. Mit der beigefügten Erklärung ermöglichen Sie uns die Unterlagen anzfordern und weiterzuleiten.

    So steht es im Anschreiben. Mich stört, dass ich der Krankenkasse die Einwilligung erteile.

    Tiko

  6. #6
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    Standard

    Hallo Tiko,

    jetzt wird es klar!

    Die eine Frage ist, an wen man die Einwilligungserklärung richtet/schickt. Das ist möglich und wirksam: an Kasse, an MDK, an behandelnde Ärzte, Krankenhäuser etc.

    Die andere Frage: Worin willigt man ein: Wer darf was an wen geben. Da können Sie ganz klar zum Ausdruck bringen, dass Sie nur einer direkten Übermittlung an den MDK zustimmen. Bitte Sie Ihre Kasse um Kopien der entsprechenden Anforderungen.
    Ulrich Dammann
    Moderator - Administrator

  7. #7

    Standard

    Hallo Tiko,
    keine Sorge, die Krankenkassen darf und wird Ihnen das Krankengeld nicht versagen. Sie können die Datenschutzerklärung auch handschriftlich abändern, dass Sie nur dem MDK Einblicke in die Befundberichte gewähren. Somit kommen Sie Ihren Mitwirkungspflichten im Sinne des Sozialgesetzbuches nach, ohne das die MitarbeiterInnen der Krankenkasse Einblick haben. Zu Ihrem Hinweis zur OP. Die Krankenkassen darf Sie auch nicht zu einer OP zwingen. Hier sind nämlich die Grenzen der Mitwirkung erreicht, da dieses einen erheblichen Eingriff in die körperliche Unversehrheit bedeuten würde. Bei Interesse §§ 60 - 65 SGB I.
    Ich wünsche weiterhin gute Besserung

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