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Thema: ADV JA/Nein wie prüfen

  1. #1
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    Standard ADV JA/Nein wie prüfen

    Hallo,

    leider kann ich nicht klar erkennen ob eine ADV vorliegt oder nicht. Ich prüfe zzt. eine Datenschutzerklärung. Ein Onlinedienst, über SSL I-net oder Handy App, hier werden Rezepte und Medikamentenbestellungen an die Pflegediesnte und Apotheken weitergegeben (möchte nicht zu tief gehen).

    Bei einem ADV redet ma immer von Auftragnehmer und Auftraggeber. Wer ist hier wer? Eine Privatperson meldet sich an um Medikamente in einer bestimmten Apotheke abholen zu können.

    Onlineshop: Auftragnehmer
    Pivatperson: Auftraggeber
    Apotheke/Arzt/Pflegedienst: ???

    Also liegt eine ADV nach $11 BDSG für die Pflegedienste/Apotheken vor.

    Danke


    thebalou

  2. #2
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    Hallo thebalou,

    so ganz blicke ich bei dieser Aufgabenstellung nicht durch

    Wer gibt die Daten weiter: Die Arztpraxis an den Onlineshop, oder die Privatperson an die Apotheke, oder die Privatperson an den Onlineshop?

    Sicher scheint mir zu sein, dass die Privatperson kein Auftraggeber im Sinne einer ADV ist. Ansonsten hätten wir wohl bei jeglicher Einlösung eines Rezeptes/einer Verordnung - auch auf 'traditionellem' Wege - eine ADV.

    Off-topic: Das betreffende Zeichen lautet §, nicht $

  3. #3
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    Kette ist Privatperson > Onlinedienst > Apotheke etc. Am Ende erhält die Apotheke personenbezogene Daten um die Medikamente bestellen zu können und an die Privatperson übergeben zu können (§^^)


    Ok ich gehe von keiner AVD aus. Aber evtl. einen Tipp um spätere ADV Prüfungen durchzuführen, wie prüfen?

  4. #4
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    Zitat Zitat von thebalou Beitrag anzeigen
    ...
    Ok ich gehe von keiner AVD aus. Aber evtl. einen Tipp um spätere ADV Prüfungen durchzuführen, wie prüfen?
    Also: Die Privatperson beauftragt einen Onlineshop. Der Onlineshop leitet ein Rezept/eine Verordnung (= eine Bestellung) einer Privatperson an eine Apotheke weiter, die Privatperson erhält die Medikamente von der Apotheke.

    Der Onlineshop erhält seine Aufträge somit von der Privatperson, nicht von der Apotheke (bestehen zusätzliche vertragliche Regelungen zwischen Apotheke und Privatperson?). Ist es richtig, dass Sie beim Onlineshop beschäftigt sind? Wenn es keine ADV ist, wen wollen Sie hinsichtlich ADV prüfen? Es gibt zwischen Onlineshop und Apotheke sicher vertragliche Regelungen, in der Vertraulichkeits-/Geheimhaltungsklauseln enthalten sind. Ebenso wird der Onlineshop den Privatpersonen vertraglich zusichern, dass deren pb Daten ausschließlich zweckgebunden verwendet werden.

  5. #5
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    Oder ist es etwa die Apotheke, die einen Onlineshop nutzt, um Bestellungen anzunehmen ?

    Wie sind denn nun die Vertragsbeziehungen (und *wo* sitzen die Beteiligten - alle in D?) ?

    Bei wem bleiben dann welche Daten und warum und wozu?

    Die Pfeile sind dazu nun nicht so klar ...

  6. #6
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    Eine "Oma" beauftragt (Vertrag?) einen Pflegedienst. Dieser verwendet den Onlinedienst welcher eine gute DS-Erklärung hat und auf p.b.D. hinweist etc.
    Der Onlinediesnt sendet ein Fax an den Arzt um das z.B. Folgerezept anzufordern.Arzt gibt das Rezept an die Apotheke weiter und erhält es zurück oder "Oma / Pflegediesnt" kann dies in der Apotheke abholen / Liefern lassen.
    (hoffe nun ist der Weg von mir besser geschrieben). Zuvor hat der Pflegediesnt die Stammdaten im Portal gepflegt.

    Jetzt der Punkt den ich meine. Wenn die "Oma" den Pflegediesnt beauftragt muss sie doch ihre Einwilligung geben, dass ihr Daten durch einen Dritten (Onlinedienst) weiterverarbeitet werden. Ich soll für den Pflegedienst die DS klären und ich sehe keine Einwilligung (schriftlich). Schriftlich ist für mich hier der ADV.

    Danke DS´ler
    Geändert von thebalou (01.06.2012 um 08:40 Uhr)

  7. #7
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    Sorry, aber ich bezweifle, ob die 'Oma' dieses Konstrukt durchblickt (mir fällt es jedenfalls nicht so leicht ... )

    Warum fordert die 'Oma' das Rezept nicht direkt beim Arzt an?
    Wenn ein Pflegedienst eingeschaltet ist, warum wendet sich dieser nicht direkt an den betreffenden Arzt?

    Zu dem 'Punkt': Zwischen der 'Oma' und dem Pflegedienst gibt es doch sicher einen Vertrag, in dem auch die Abwicklung dieser Verfahrensweise beschrieben ist. Dort müsste der Datenschutzaspekt berücksichtigt sein, d. h. die 'Oma' müsste dem Pflegedienst die Erlaubnis erteilt haben, Rezepte u. Ä. über einen Dritten/Onlinedienst anzufordern.

    Bedenklich finde ich, dass der Onlinedienst ausgerechnet ein Fax an den Arzt schickt, um ein Folgerezept (hoffentlich nicht mit sensiblen pb Daten der Patientin) anzufordern - das ist ungefähr so vertraulich wie eine Postkarte.

  8. #8
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    Man kann es verstehen - falls man bei dem "Online-Dienst" guckt und sich
    einzelne Punkte ansieht ... aber auf die Nennung hat thebalou verzichtet.

    Den Nutzen für den Pflegedienst kann ich verstehen: outsourcing Besorgung.
    Und techn. z T mit 'Apps' vom smartphone. Schick.

  9. #9
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    "Man kann es verstehen - falls man bei dem "Online-Dienst" guckt und sich einzelne Punkte ansieht ... aber auf die Nennung hat thebalou verzichtet."

    Hmm auf was habe ich verzichtet? Btw. ich bin nicht bei dem OnlineDienstleister angestellt. Ich werde wohl den Weg der Einwilligung gehen und keinen ADV. Hintergrund ist, dass man auch den §80 Sozialgesetzbuch Buch 10 betrachten muss.

    Danke @all

  10. #10
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    Darf ich auch noch etwas Verwirrung stiften? Die Zeichnung ist ganz gut, aber ich überlege die ganze Zeit, warum und mit wem "Oma" eine ADV abschließen soll.

    Obwohl mir dieses ganze Konstrukt wenig vertrauenserweckend scheint, weil gerade für "Oma" völlig intransparent, gibt es doch unabhängig von SGB X (2.Kapitel) auch §28 Abs.1, 6, 7 BDSG und entsprechend die Einwilligung §4a. Das heißt, besteht zwischen "Oma" und Pflegedienst ein Vertrag, der die Lieferung der Medikamente beinhaltet, dann paßt das doch mit ihrer Einwilligung.

    Die Kontroll-/Informationspflichten des Pflegedienstes der "Oma" und den anderen gegenüber sind übrigens auch in SGB X und BDSG zu finden.
    Oma-Medi-App vom Online-Dienst? Verschlüsselt und ohne Übertragung der UDID nehme ich an. Diese Überprüfung sehe ich beim Pflegedienst, wenn er das Ganze über den Online-Dienst abwickelt. "welcher eine gute DS-Erklärung hat..." ist m.E. etwas wenig.


    Ja, sehr schick die Apps. Kann "Oma" dann wenigstens anfragen, wo sich die Pillen gerade befinden? Wird das auf der Zeichnung (die ist doch in der App?) mit rotblinkendem Punkt angezeigt? Und was Siri wohl antwortet, wenn die Pillen außerplanmäßig ausgehen, weil "Opa" heimlich genascht hat? Ob sich "Oma" dann mit dem Smartphone streitet, während sich "Opa" still und leise zu Nachbars verdrückt?

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