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Thema: Werbung in der E-Mail-Signatur (Signaturwerbung)

  1. #1
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    Standard Werbung in der E-Mail-Signatur (Signaturwerbung)

    Liebe Forumsexperten,

    hat sich von Euch schon mal jemand mit dem Thema "Signaturwerbung" beschäftigt? Also Werbung, die in der E-Mail-Signatur standardweise enthalten ist ("Besuchen Sie uns auf der CeBIT in Halle 9." oder "Testen Sie jetzt unsere neues Produkt.").

    • Wie ist Eure Einschätzung für den Sachverhalt, dass das Unternehmen überlegt, über die zentral (Mail-Server) gesteuerte E-Mail-Signatur Werbung in die allgemeine Geschäftskorrespondenz einfließen zu lassen?
    • Ist hier § 7 I UWG (unzumutbare Belästigung) einschlägig?
    • Oder ist das Werbung "nur so nebenher" und man benötigt kein Einverständnis?
    • Wie muss ich den E-Mail-Empfänger behandeln, der einen Werbewiderspruch ausgesprochen hat?

    Danke für Eure Einschätzungen und viele Grüße,
    Mahlstrom
    "Erstaunlich, dass der Mensch nur hinter seiner Maske ganz er selbst ist." (E. A. Poe)

  2. #2
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    Standard

    Meine Meinung hierzu ist den Begriff der "Verhältnismäßigkeit" heranzuziehen.

    Also, als "unzumutbare Belästigung" würde ich eine solche "Signaturwerbung" nur dann betrachten, wenn nicht die eigentliche Korrespondenz im Vordergrund steht, sondern ausufernde Werbebotschaften in der Signatur. Dann wäre das UWG mal heranzuziehen und an den Absender zu adressieren.

    Auch in der schriftlichen, normalen Korrespondenz kommt es durchaus vor, dass solche kleineren Hinweise wie Messen, oder neue Produkthinweise im WEB, angeführt werden. Das aber meistens als Minibotschaft.

    So würde ich diese Art Werbung als "nur so nebenher" bezeichnen.

  3. #3
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    Moin,

    ich bin zwar kein Experte, aber trotzdem mal so frei.
    Es gibt die Pflichtangaben für geschäftliche E-Mails. heise hatte das mal übersichtlich zusammengefaßt und da ist etwas interessantes in der FAQ nachzulesen:
    Verstößt der Ansatz, vielzeilige Handelsregisterauszüge in eine E-Mail-Signatur zu verpacken, nicht gegen den Inhalt von RFC 1855, dass eine Signatur in der Regel nicht mehr als vier Zeilen umfassen sollte?
    Ja. Der Kern dieses RFC ist, dass man die Zustellung von E-Mails nicht durch unnötige Inhalte verteuern oder behindern soll. Dem Gedanken widersprechen die aktuellen Anforderungen, egal ob sie nun im Mail-Body oder in einer Signatur befolgt werden.
    Somit kann festgestellt werden, daß mit zusätzlicher Werbung grundsätzlich gegen das gute Benehmen in der technischen (elektronischen) Kommunikation verstoßen würde, denn diese nimmt noch mehr Platz in Anspruch. (Netiquette, RFC 1855)

  4. #4
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    Guten Abend Mahlstrom,
    meiner Meinung nach handelt es sich um keine "unzumutbare Belästigung". In deinem Beispiel "Cebit" handelt es sich um einen Werbe-Hinweis, der die wahre Botschaft der E-Mail nicht verfälscht. Ich würde mir nicht mal Sorgen bei einem vorhandenen Werbewiderspruch machen.

    Letzte Woche hat mir eine Bekannte erzählt, dass Ihre Eltern (beide Rentner) ca. 15 Werbeanrufe pro Tag erhalten. Der Gipfel war dann ein Anruf einer vermeintlichen Anwaltskanzlei, die bei Überweisung von 99 Euro dem Spuk ein Ende bereiten wollten. Das ist eine unzumutbare Belästigung. LG

  5. #5
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    Standard

    Hallo zusammen,

    danke für die Antworten!

    @mountjb und Hades:
    Vom Bauchgefühl sehe ich das auch so, aber eine Quelle (Aufsatz/ Kommentar etc.) hat auch keiner von Euch, oder? Nach § 7 I S. 1 UWG "Eine geschäftliche Handlung, durch die ein Marktteilnehmer in unzumutbarer Weise belästigt wird, ist unzulässig." würde ich mich darauf zurückziehen, dass der Hinweis in einer Signatur nicht "unzumutbar" ist. Da S. 2 allerdings konkretisiert "Dies gilt insbesondere für Werbung, obwohl erkennbar ist, dass der angesprochene Marktteilnehmer diese Werbung nicht wünscht." habe ich da zumindest bei vorliegendem Werbewiderspruch meine Zweifel...

    @anzolino:
    Danke für den Hinweis zur Netiquette. Nur kann man damit schlecht argumentieren, wenn das Marketing fragt: "Darf ich das oder darf ich das nicht?". ;o) Aber an eben dieses denke ich immer, wenn ich die schwachsinnigen vertraulichkeits-Disclaimer unter E-Mails lese. )
    "Erstaunlich, dass der Mensch nur hinter seiner Maske ganz er selbst ist." (E. A. Poe)

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