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Thema: Fotografieren und Filmen im Kindergarten

  1. #11
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    Sie haben überhaupt nichts verstanden.

    Bitte fachlich bleiben und nicht persönlich werden, wenn sie das nicht können unterlassen sie es meinen Beitrag weiterhin zu kommentieren.

  2. #12
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    haderner hat Ihr Problem schon richtig verstanden. Er zielte lediglich auf eine Einigung ohne rechtliche Mittel ab.
    Ebenso wie Ihnen der Spaß verdorben würde, gilt dies für die Eltern, die nicht möchten, daß ihr Kind fotografiert wird. Eine Weihnachtsfeier/-markt mit Paragraphen zu eröffnen, entspricht halt nicht ganz dem Sinn der weihnachtlichen Freudenzeit.

    Das Fotografieren betrifft das Recht am eigenen Bild. Man könnte jetzt darüber diskutieren, ob der Weihnachtsmarkt im Kindergarten zur Privat- und/oder Sozialsphäre zählt, da es sich evtl. um eine "halböffentliche" Veranstaltung handelt. Grundsätzlich ist die Veröffentlichung von Bildnissen ohne Einwilligung nicht zulässig und es gibt verschiedene Urteile, die eine Veröffentlichung als unzulässig erklären. Die Eltern, die das Fotografieren ihrer Kinder nicht möchten, könnten diese Veröffentlichung durchaus im Hinterkopf haben. Angenommen, sie befürchten, daß die Filme oder Fotos in bekannten Sozialen Netzwerken des Internets auftauchen. Das ist heutzutage üblich und die Befürchtung somit nicht ungerechtfertigt. Die Eltern können dies nicht kontrollieren, also wenden sie sich von vornherein dagegen. Das ist nachvollziehbar.
    Etwas anderes ist es sicher, wenn ein Fotoalbum gemacht würde, das im Kindergarten verbliebe oder nur einem beschränktem Personenkreis zur Verfügung stände, eine Veröffentlichung also nicht zu befürchten wäre. Davon hat Omi aber auch nichts.

    Vielleicht sollten Sie sich mit den anderen Eltern einfach zusammensetzen, um zu erfahren, was für ein Problem sie mit dem Fotografieren ihrer Kinder haben. Dann kann man gemeinsam nach einer für alle passenden Lösung suchen.
    Eine wäre z.B. die Kinder vor dem Fotografieren beiseite zu bitten und wenn dies nicht geht, auch mal auf ein Foto zu verzichten.
    Eine zweite Variante wäre, einen Fotografen zu bestellen und allen Eltern die Möglichkeit zu geben, sich die Fotos anzuschauen und festzulegen, welche Fotos herausgegeben werden und welche nicht. So wurde das früher auch schon gehandhabt.
    Ich denke, wenn sich die Eltern einig sind, wird auch der Kindergarten einlenken und das Verbot unter den getroffenen Einigungsbedingungen wieder aufheben.

    Mit solchen Vorgehensweisen wäre beiden Seiten gedient und man muß nicht mit Paragraphen um sich werfen. Wenn man will, gibt es genug Möglichkeiten, auf die Befindlichkeiten anderer einzugehen.
    (Das ist, denke ich, was haderner meinte. Er hat es nur nicht so elegant ausgedrückt. )

  3. #13
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    Die #2 war eigentlich klar genug ...

    Nun gut: auch bei Gruppenbilder kann so gezoomt werden (speziell bei digitalen
    Aufnahmen auch nachträglich), dass Rechte am eigenen Bild verletzt sind. Und
    es ist ohne Prüfung der einzelnen Aufnahmen auch nicht auszuschliessen, dass
    diese Rechte nicht gewahrt sind.

    Daher ist es verantwortungsbewußt, sowas grundsätzlich sicherzustellen. Das Haus-
    recht gibt dem Kindergarten dazu die Möglichkeit. Auch für den Weihnachtsmarkt,
    selbst wenn er ausserhalb stattfinden würde und er Veranstalter ist. Und selbst
    nur für diesen, wenn Knipsen sonst grundsätzlich erlaubt wäre.

    Für die Aufführung stehen dem Kindergarten als Veranstalter auch Urheberrechte zu
    und damit kann er auch jenseits Hausrecht alle Bild- und Tonaufnahmen untersagen.

    Aber auch die Darsteller haben Urheberrechte, die werden für die Kinder durch
    ihre Erziehungsberechtigten wahrgenommen. Sie können daher ebenfalls Aufnahmen
    unterbinden - selbst wenn der Kindergarten Aufnahmen gestatten würde.

    Datenschutz & Fotograf (von wem beauftragt ? an wen gehen Kopien der Bilder ?)
    oder Kindergarten als Fotograf spare ich mir.


    Da dies ja ein rein sachliches Thema sein soll wirst Du sicher die Antworten
    an alle Eltern und den Kindergarten weitergeben.

  4. #14

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    Ist überhaupt bekannt, welche Eltern der Ablichtung nicht zugestimmt haben? Wenn alle Erziehungsberechtigten der aufführenden Eltern schon ihre Einwilligung gegeben haben, sollte man sich auch direkt mit der KiTa Leitung einigen können.

    Persönlich ist mir unklar, warum man Aufnahmen seines Kindes in der KiTa verbieten lässt. So verpasst man doch einiges bei der Entwicklung des Kindes.

  5. #15
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    Ein Weihnachtsmarkt wird verpaßt. Das ist nicht einiges, das ist eine Veranstaltung im Leben eines Kindergartenkindes. Wie groß ist der Einfluß dessen auf die Entwicklung des Kindes (ohne irgendwelche Katastrophen)? Wie haderner schon schrieb, es wird auch ohne erwachsen.

  6. #16
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    Wenn diese Verfahrensweise beibehalten wird, bleibt es im Laufe der Kindergartenzeit nicht bei einer Veranstaltung, es kann sich dann schon summieren (keine Fotos zu Ostern, Ausflug, ...).

    Klar, wenn man von der Prämisse ausgeht 'es wird auch ohne ... gehen', wenn man nur das wirklich Lebensnotwendige als erstrebenswert ansieht, kann man sich auf ganz wenige Dinge konzentrieren (entspricht dies der Idee des geminsamen Kindergarten-Besuchs?).

  7. #17
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    Bisher sehe ich:

    + Dokumentation kindlicher Entwicklung (und!) Sozialisation
    - Verletzung des Rechts am eigenen Bild und des elterlichen Bestimmungsrechts

    Das war früher alles unproblematischer, weil nicht auch eine Veröffentlichung (von wem auch immer) in weltweiter Weise drohte. Und eine ewige Speicherung. Ich fühle mich an die Ramsch-Serien von Super-Nanny etc. erinnert. Die dort gefilmten Kinder werden sicherlich noch lange ihren Eltern "dankbar" sein, dass man ihr Intimstleben jederzeit wieder hervorkramen kann und (!) darf und bundesweit (nur!) senden wird. Spätestens dann, wenn es einem dieser Kinder gelingt, irgendeine weitere Interesse zu wecken (Vorstandsvorsitzender eines großen Unternehmens, Politiker, Terrorist oder sonstiger Straftäter oder auch exponierter Datenschützer in einem Unternehmen?).

    Nur insoweit kann ich die launischen Kommentare haderners verstehen, als auch bei mir die spontane Abneigung und das Entsetzen im Vordergrund steht. Dagegen sehe ich, insbesondere, was die "Oma" angeht, kein Problem: Die wird ja nicht gehindert zu filmen oder sich Filme oder Bilder anzuschauen, wenn (!) sie nicht kommen kann oder will (was viel wichtiger wäre!). Aber man sollte allen Filmenden und Fotografierenden deutlichst klar machen, dass diese Dinge nicht ins Internet gehören.

    Rein rechtlich benötigt man schlicht die Zustimmung der Beteiligten (auch - und, wie ich meine, gerade der Eltern) wg. dem Allgemeinen Persönlichkeitsrecht und den konkreten Bestimmungen des UrhG (Recht am eigenen Bild, an der Aufführung etc.).
    Geändert von Peter_Neulich (21.11.2011 um 13:33 Uhr) Grund: Rechtschreybung von 1901

  8. #18
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    Zitat Zitat von anzolino Beitrag anzeigen
    Das Fotografieren betrifft das Recht am eigenen Bild.
    Moin,

    genau hier sind wir aber an einem entscheidenden Punkt: Das Recht am eigenen Bild im Sinne des Urheberrechts (§ 22 KunstUhrG) gilt bei Veröffentlichungen - nicht für die Aufnahme selber!

    Drehen wir daher einfach mal die Zeit zurück: eine solche Diskussion wie diese gab es vor 20 Jahren nicht. Bilder, die privat von Eltern auf einer Feier im Kindergarten gemacht wurden, waren nicht zur Veröffentlichung bestimmt. Sie sollten vielmehr im privaten Rahmen bleiben.

    Dann kamen die digitale Fotografie und das Internet. Und seitdem weiß man eben nicht mehr, was die Eltern eines anderen Kindes mit den Bildern "anstellen". Damit sind wir auch bei einem datenschutzrechtlichen Thema: ist das Veröffentlichen von Bildern im Internet noch eine Nutzung ausschließlich für persönliche oder familiäre Tätigkeiten? Ich denke, nicht. Nur fehlt dafür jedes Bewußtsein.

    Wenn dieses Bewußtsein Einzelner, dass ein Anderer die Bilder seiner Kinder eben nicht im Internet sehen möchte, nicht vorhanden ist, hilft leider nur das Verbot jeglicher Bildaufnahme. Vielleicht kann man das Thema aber auch unter diesem Aspekt allen Eltern erläutern.

    Viele Grüße, JD
    "Ich bin nicht dogmatisch, ich bin nur konsequent!"

  9. #19
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    Angelegentlich dieser Diskussion möchte ich noch an Verfahren gegen Lehrer erinnern, die sich vno Berufsfotografen haben "bestechen" lassen, an ihren Schulen Fotos zu erlauben: Der Mechanismus ist immer derselbe: Die Lehrer kriegen die Fotos kostenlos, die Schüler bezahlen die u.a. dadurch überhöhten Preise. Ich meine, es hätte sogar eine gerichtliche Entscheidung gegeben.

    Es stehen also oft auch handfeste wirtschaftliche Interessen hinter solchen Aktionen, hier der Fotografen.

  10. #20
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    Lehrer/Schule sind eigentlich ganz gute Stichworte. Das Thema "Fotos von Schülern" ist ja ähnlicher Natur, auch was die Gründe und den Zweck betrifft. Hier gibt es auch Informationen, an denen man sich vielleicht orientieren kann. Auf die Schnelle habe ich z. B. dies gefunden: Das Recht am Bild (von Schülern)


    jela

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