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Thema: Bestrittener Inkasso Eintrag bei schufa wie löschen ?

  1. #11
    Registriert seit
    12.03.2014
    Beiträge
    1

    Standard

    Hallo Sandra13,
    sorry aber ich habe genau das Gleiche Problem mit dieser Universum / Bosch Kiste. Hast du da den Eintrag gelöscht bekommen?
    mfg
    Sunraider

  2. #12

    Standard

    Guten Abend,

    Vermehrt treten Fragen und Meinungen in verschiedenen Foren auf, was ist zu tun, wenn Post im Briefkasten liegt, von verschiedenen Inkassounternehmen, die von dem ehemaligen Quelle Versandhaus beauftragt wurden.
    Mit der Liquidation des Quelle Versandhauses, kann dieses Unternehmen keine Zahlungen mehr aus alten Forderungen und Schuldtiteln entgegennehmen.
    Ein Inkassounternehmen wird mit Verwaltungsaufgaben betraut, um das Auftragsgeberunternehmen zu entlasten. Existiert dieses Unternehmen nicht mehr, so wird auch die ausgestellte Vollmacht an das Inkassounternehmen unwirksam.
    Die ehemaligen Kunden sind nunmehr verunsichert, ob noch Zahlungen an ein Inkassounternehmen geleistet werden müssen.
    Nur der Gläubiger, in dem Fall Quelle, kann einen rechtskräftigen Schuldtitel bei offenstehenden Forderungen gegen den Vertragspartner (Schuldner) erwirken und diesen mittels zuständigen Gerichtsvollzieher vollstrecken.
    Zwischenzeitlich wurde Inkassounternehmen (siehe Beitrag Creditreform) eingeräumt, in Vollmacht des Auftraggebers, den zuständigen Gerichtsvollzieher mit der Vollstreckung offener rechtskräftiger Schuldtitel bei den Schuldnern, zu beauftragen. Dies betrifft auch die Abgabe des Vermögensverzeichnisses. Dies setzt voraus, dass der Gläubiger mit seinem Unternehmen aktiv ist und die offenen Forderungen dem Gläubiger zugeführt werden.
    Ein Inkassounternehmen tritt vermittelnd zwischen Gläubiger und Schuldner auf. Im vorliegenden Fall kann man bereits von einem qualifizierten Betrug ausgehen.
    Ein Inkassounternehmen müsste gegen den Schuldner einen rechtskräftigen Schuldtitel erwirken und die Forderung bei dem Auftragsgeberunternehmen löschen, damit er diesen Titel bei dem Schuldner vollstrecken kann. Es ist davon auszugehen, dass weder eine Bank, noch eine Verwaltung titulierte Schuldtitel finanziert, um diese zu vollstrecken. Dies würde bedeuten, dass ein Inkassounternehmen an das Auftragsgeberunternehmen die Hauptforderung für den Schuldner bezahlt. Da sich das Unternehmen bereits in Liquidation befand, wäre das Durchsetzen eines Mahn- & Vollstreckungsbescheides gegen den Schuldner nahezu unmöglich.

    Anbei ein paar Links die Aufschluss bieten, was hinter den Kulissen passiert:

    UI-mit Bosch Inkasso: https://www.universum-group.de/inkas...-aussendienst/

    Anwalt rät: https://www.anwalt.de/rechtstipps/un...dt_058487.html

    Verbraucherschutz: https://verbraucherschutz.de/vertbau...asso-verkauft/

    BDIU: http://www.inkasso.de/presse/pressem...orsicht-betrug

    Th. Middelhoff: http://www.manager-magazin.de/koepfe...a-1177288.html

    Geschichte Quelle: https://www.fuerthwiki.de/wiki/index.php/Quelle
    Quelle Versand heute: https://de.wikipedia.org/wiki/Quelle_(Versandhandel)

    Domain: quelle.de
    Letzte Aktualisierung: 24.11.2016

    Domaininhaber:
    UNITO Versand & Dienstleistungen GmbH
    Peilsteinerstrasse 5-7
    AT – 5020 Salzburg

    Administrativer Ansprechpartner:
    Till Fiedler
    Otto (GmbH & Co KG)
    Werner-Otto-Strasse 1-7
    D – 22179 Hamburg

    Technischer Ansprechpartner:
    Gerald Maier
    UNITO Versand & Dienstleistungen GmbH
    Alte Poststrasse 152
    AT – 8020 Graz
    Tel.: +43 316 5460203
    Fax: +43 316 546080203
    Mail: it-admin-graz@unito.at

    Die Domain wurde von einem österreichischen Unternehmen übernommen und agiert als Universalhandelshaus. Es besteht keinerlei Verbindung zu dem ehemaligen Versandhaus Quelle.
    Im Zuge des Insolvenzverfahrens wurden die Kunden nicht von der aktuellen Situation des Unternehmens benachrichtigt. Ehemalige Kunden, die als Schuldner auftreten, sind daher gehalten, evtl. Negativeinträge bei der SchuFA, die durch ein beauftragtes Inkassounternehmen des Quelle Versandhauses herbeigeführt wurden, sowie Schuldtitel selbst zu löschen. Hilfreich bei dem Verwaltungsakt wäre der Verbraucherschutz oder der Weg zum Rechtsanwalt.

    Noch ein paar Anregungen über das Gebaren des Universum Inkassos und Bosch Inkasso Erfurt:

    - Unumstritten ist der schlechte Ruf von UI, die gerne ihr Partnerunternehmen Bosch Inkasso hinzuziehen, mit noch schlechterem Ruf. Das Landesgericht Hessen hat das Gebaren von Bosch Inkasso abgemahnt. Im Nachgang wurden die Einträge bei Google entfernt.
    - Wenn UI die Möglichkeit besitzt, auf Grund rechtskräftiger Schuldtitel gegen den Schuldner, einen Gerichtsvollzieher mit der Vollstreckung zu beauftragen, warum dann ein kriminell eingestuftes Inkasso einschalten, womit sich UI auf ihrer Website regelrecht mit Muskelmännern und Bomberjacken prostituiert?
    - Nehmen wir die Qualität der Anschreiben von Bosch Inkasso, so wird dort inhaltlich verleumderisch vorgegangen und dem Schuldner vorgehalten, er würde Schulden bei UI haben. UI besitzt aber keine Schuldtitel gegen den vermeintlichen Schuldner. Auch das Androhen mit dem Außendienst ist mehr als primitiv. Das heißt letztendlich: „Wir haben nichts gegen Sie in der Hand!“
    - Die ausgesprochenen Drohungen von Inkassos mit Haftbefehl etc., sind gleichwertig primitiv anzusehen.
    - Einen Außendienstmitarbeiter dem vermeintlichen Schuldner ins Haus zu schicken, um diesen in der Nachbarschaft zu diskreditieren und diffamieren, erfüllt den Straftatbestand der Verleumdung, Üble Nachrede, sowie Nötigung und Hausfriedensbruch. Abgesehen der Androhung, Türen einzutreten, käme noch eine Sachbeschädigung in Betracht. Es sollte daher sofort die Polizei hinzugezogen werden.

    Herzliche Grüße

  3. #13
    Registriert seit
    29.04.2010
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    69

    Standard

    Immer schön raus mit dem Populismus .... scheint ja derzeit in Mode zu sein.

    Fakt ist, soweit ich das selbst recherchiert habe: Quelle ist im Insolvenzverfahren, demzufolge werden die Forderungen von Treuhand verwaltet. Sie werden also nicht, wie unterstellt, nach einer Insolvenz plötzlich "gegenstandslos". Das dürfte ein weiter Irrtum sein.

    Abgesehen davon, wenn eine Forderung tituliert wurde (was bedeutet, dass ein Vollstreckungsbescheid vorliegt), dann ist doch schon ganz was falsch gelaufen. Bis ein solcher Bescheid in den Briefkasten flattert, dauert es, zumindest gibt es vorher noch den Mahnbescheid, gegen den man auch Widerspruch einlegen könnte. Und wenn man das verpasst, könnte man noch immer gegen einen Vollstreckungsbescheid Einspruch einlegen. Aber versäumt man auch das, wird es schwierig.

    Und was die Kommunikation mit dem Inkasso anbetrifft: wer schreibt, der bleibt. Sachlich bleiben, Fakten darstellen, Fristen einhalten. Es ist heutzutage nichts schlimmes, Schulden zu haben, aber man muss lernen, damit richtig umzugehen. Wer richtig kommuniziert, der vermeidet auch SCHUFA-Einträge. Ich verweise auf § 28a Abs.1 Nr. 4 BDSG, wenn noch kein Titel vorliegt ("vorgerichtliche Forderungsbeitreibung"). Ist erst mal ein Titel da, kann der Titelinhaber nach § 28a Abs.1 Nr. 1 BDSG dies an die Auskunftei melden. Auch hier; es muss nicht der Gläubiger an de SCHUFA melden, sondern eine "verantwortliche Stelle", die ein berechtigtes Interesse hat! Das kann also auch das Inkassounternehmen sein. Ein Blick ins Gesetz hilft immer weiter!
    Nicht das Erzählte reicht, sondern das Erreichte zählt!

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