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Thema: Kinder und Jugendliche in Onlinebefragung

  1. #1
    Registriert seit
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    Standard Kinder und Jugendliche in Onlinebefragung

    Sehr geehrte Datenschützer,

    Ich werte im Rahmen meiner Diplomarbeit einen Fragebogen zu Motiven von Onlinerollenspielern (mmorpgs wie zB. World of Warcraft) aus. Die Daten würden im Rahmen einer Onlinebefragung erhoben, die in einige genrebezogene Foren Verlinkt wurde.

    Dabei wurden die Teilnehmer im Grußwort über die Freiwilligkeit der Angaben, garantierte Anonymität und den Sinn der Befragung informiert. Eine Möglichkeiten auf einen Gewinn (zB Verlosung eines Amazongutscheins) bestand nicht.

    Eine Einschränkung von Teilnehmern aufgrund Ihres Alters fand aus verschiedenen Gründen nicht statt.

    Die Fragen zur Soziodemographie beschränkten sich auf Alter, Geschlecht und Beruf ("Schüler" als Auswahlmöglichkeit).
    Alle anderen Fragen bezogen sich auf Spielgewohnheiten und Spielerleben.
    Die Fragen sind meines Erachtens einfach gestellt und auch gut für Kindern und Jugendlichen verständlich.

    Mit insgesamt 348 Teilnehmern liegt das Durchschnittsalter liegt jetzt bei etwa 23 jahren.

    Allerdings sind auch eine 11Jährige und sechs 13Jährige in der Stichprobe. 36 Teilnehmer sind jünger als 16. Jetzt bin ich am überlegen, ob und wen ich aufgrund seines Alters aus der Befragung ausschließen muss/sollte

    Ein Telefonat mit der BAG für Jugendschutz brachte leider keine Klärung und ich wurde an "die Datenschützer" verwiesen.
    Welche gesetzlichen Vorgaben habe ich zu beachten? In einer Richtlinie des Arbeitskreises Deutscher Markt- und Sozialforschunsinstitute (ADM) habe ich gelesen, das die "Einsichtsfähigkeit" das entscheidende Kriterium ist. Allerdings stammt diese Richtlinie von 1996.
    Diese Fähigkeit zur Einsicht könnte ich ggf durch Überprüfung der Antworten auf inhaltliche Stimmigkeit überprüfen.

    Ich freue mich auf Ihre Antworten


    freundliche Grüße

    christoph
    Geändert von diplomant (04.10.2010 um 14:20 Uhr)

  2. #2
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    Standard

    Hallo Diplomant,

    eigentlich stellt man ja die Fragen zum Datenschutz vor der Befragung, oder?

    Jetzt sollten Sie so schnell wie möglich dafür sorgen, dass die Daten 100 %ig anonym werden, wenn sie das nicht schon sind. Also müssen ggf. die IP-Nummern gelöscht werden; das reicht vielleicht schon.
    Ulrich Dammann
    Moderator - Administrator

  3. #3
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    Standard

    Hallo Ulrich Dammann,

    eigentlich stellt man ja die Fragen zum Datenschutz vor der Befragung, oder?

    Jetzt sollten Sie so schnell wie möglich dafür sorgen, dass die Daten 100 %ig anonym werden, wenn sie das nicht schon sind. Also müssen ggf. die IP-Nummern gelöscht werden; das reicht vielleicht schon.
    Ich glaube da liegt ein Missverständniss vor. Meiner Meinung nach sind die Daten 100% anonym. Ich versuche das noch mal besser zu erklären.

    Im Begrüßungstext wurde den Teilnehmern Anonymität zugesichert und natürlich auch gewährt. Es wurden keine persönlichen Daten wie emailadressen, Namen etc erhalten. Die IP Adressen wurden nicht aufgezeichnet.

    Allles was ich von den Teilnehmern habe ist Alter, Geschlecht & Beruf. Und dazu die Angaben zum Spielerleben und den Motiven.

    Die Teilnehmer wurden über Foren zu den spielern über einen Link rekrutiert. Ich habe eine 11 Jährige und 6 unter 14 Jährige unter den Teilnehmern.

    Meine Frage ist, ob ich die Angaben der Kinder auch verwenden darf für meine Forschung.

    Die Begründung gegen eine Verwendung könnte in etwa lauten: Die Kinder sind noch nicht einsichtsfähig und können nicht selber entscheiden ob sie mir diese Informationen wirklich geben wollten. Somit dürfte ich sie nicht verwenden.

    Ich wurde vom Jugendschutz an den Datenschutz verwiesen. Deswegen bin ich hier.

    gruß

    christoph

  4. #4
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    Standard

    Hallo Diplomant,

    kein Missverständnis, nur habe ich die Alternativen aufgezeigt. Und die Grenzen des Datenschutzes: wo keine personenbeziehbaren Daten, da keine Rechte von Betroffenen; es gibt ja gar keine.

    Ich sehe auch sonst keine rechtlichen Gesichtspunkte, die der Auswertung entgegenstehen. Die Rechte einiger Youngsters wurden möglicherweise bei der Befragung verletzt, aber dieser eventuelle Eingriff wirkt nicht fort und wird durch die Auswertung nicht vertieft oder verlängert. So sieht es ja wohl auch der Jugendschutz.
    Ulrich Dammann
    Moderator - Administrator

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