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Thema: Beauftragter Leiter der Datenverarbeitung

  1. #1
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    Frage Beauftragter Leiter der Datenverarbeitung

    Hallo,

    bin gerade dabei die Daten für's Verfahrensverzeichnis einzusammeln.

    Bzgl. des "Beauftragter Leiter der Datenverarbeitung" konnte mir von der Geschäftsleitung keine Angabe gemacht werden ("haben wir nicht").

    Da wir als GmbH Teil eines Mutterkonzerns sind, liegt diese Funktion vermutlich dort.

    Meine Frage ist jetzt, ob ins Verfahrensverzeichnis dann ein "n.a" (also nicht anwendbar) gehört oder ob in diesem Fall die Geschäftsleitung "willkürlich" jemand innerhalb unserer Organisation dazu ernennt ("... das macht ab sofort der Meier") oder ob in diesem Fallder/die Geschäftsführer als BLdD (gibt es diese Abk. überhaupt?) anzugeben ist/sind.

  2. #2
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    Hallo,

    bin auch relativ neu in diesem Geschäft und hab die Thematik so verstanden, dass der Leiter der Datenverarbeitung eigentlich generell der Verantwortliche für die IT-Systeme, sprich der Leiter der IT-Abteilung ist.
    Ist die IT wie evtl. in deinem Fall im Mutterkonzern sollte das nach meinem Verständiss der IT-Leiter dort sein.
    Bitte berichtigt mich falls das falsch ist.

    Gruß
    Alex

  3. #3
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    Aufklärung bzw. Hilfestellung könnte sich aus einem Blick in das Organigramm (Organisations- und Stellenplan) oder in die Stellenbeschreibung(en) ergeben.

    Die Antwort 'haben wir nicht' ist schon sehr kreativ ;-))

  4. #4
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    Frage

    @auditor:
    Mir ist unklar, was Du eigentlich suchst. Den "Leiter der DV" findest Du sicher so, wie es bdsb vorschlägt. Ein - wie Du schreibst - "Beauftragter LdD" ist mir bisher noch nie begegnet.
    Geändert von Be-de-es-Be (12.03.2010 um 08:25 Uhr)

  5. #5
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    Hallo,

    das ganze ich deshalb etwas komplizierter, da wir ein internationaler Multikonzern sind, von dem wir in Deutschland aber nur eine verschwindend kleine Menge an Mitarbeitern darstellen (die jedoch einer eigenständigen GmbH angehören).

    Vielleicht kann ich die Frage etwas konkretisieren: gehört ins Verfahrensverzeichnis eher der IT-Verantwortliche (wo immer der im Konzern sitzt, auch wenn er nicht zur GmbH gehört) oder gehört auf alle Fälle jemand aus der deutschen GmbH dahin? Und wenn es in der GmbH niemanden gibt, der diese Funktion ausübt, ist dann ev. ein Geschäftsführer zu benennen?

  6. #6
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    Standard Kommt mal wieder drauf an

    Zitat Zitat von auditor Beitrag anzeigen
    gehört ins Verfahrensverzeichnis eher der IT-Verantwortliche (wo immer der im Konzern sitzt, auch wenn er nicht zur GmbH gehört) oder gehört auf alle Fälle jemand aus der deutschen GmbH dahin? Und wenn es in der GmbH niemanden gibt, der diese Funktion ausübt, ist dann ev. ein Geschäftsführer zu benennen?
    Das kommt drauf an, für was. In der Regel kommt ins Verfahrensverzeichnis (VV) eines Standorts die Person, die für dieses Verfahren lokal verantwortlich ist. Z.B. für die Lohnabrechnung der Personaler - auch wenn im Hintergrund natürlich die DV dafür sorgen muss, dass die Technik läuft. Außerdem stehen im VV noch die Personen, die dieses Verfahren nutzen, Zugriff haben etc. Da "die DV" oft sehr viele Rechte hat, sind die Mitglieder dieser Abteilung besonders sorgfältig zu betrachten, verpflichten, schulen etc.
    Hoffe, dass das weiterhilft . Ist natürlich nur meine Meinung dazu .

  7. #7
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    Hallo Zusammen

    ich möchte die ursprüngliche Frage von auditor aufgreifen. Auch in meinem Umfeld sind im Zuge einer Umstrukturierung mehrere eigenständige Gesellschaften entstanden. Das Ergebnis: Es gibt in einigen Gesellschaften keinen Menschen, den ich das Schild "Leiter der Datenverarbeitung" umhängen könnte. Es gibt nur Geschäftsführer und maximal noch Personaler. Sämtliche DV-Verfahren werden von anderen Konzerngesellschaften zur Verfügung gestellt, bzw. verpflichtend vorgegeben.

    Scheinbar ist dieser "Leiter der Datenverarbeitung" auch nur eine Erfindung des deutschen Gesetzgebers, denn die EU-Richtlinie kennt so eine Person nicht und verlangt nur die Angabe des "für die Verarbeitung Verantwortlichen". Und dies ist meiner Ansicht nach die GF. Bedenklich ist auch, aus welchem Grund (Zweck) der Leiter der Datenverarbeitung überhaupt im Verfahrensverzeichnis genannt werden sollte? Im ganzen BDSG finde ich keine konkreten Verpflichtungen, welche sich auf so eine Person beziehen. Oder habe ich da etwas übersehen?

    Deshalb könnte bei einem fehlenden IT-Leiter nur folgendes sinnvoll sein: Wenn es sich bei den verarbeiteten Daten ausschließlich um Mitarbeiterdaten handelt, würde ich den Personalleiter hier eintragen. Geht es aber auch noch um Kundendaten, würde ich für diese Rolle auch die GF angeben.

    Was meint ihr hierzu?
    Gruß DSB0815

  8. #8
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    Hallo zusammen,

    auch meine GmbH ist Teil eines Konzerns, bei dem die IT als Matrixorganisation über die Konzerngesellschaften verteilt sind.

    Der Wortlaut des § 4e Nr. 2 BDSG "... und die mit der Leitung der Datenverarbeitung beauftragten Personen," verlangt diese Angabe, wobei auch mehrere Personen aufgeführt werden können.

    Mein Verständnis der Rechtslage ist:
    Diese Personen müssen der verantwortlichen Stelle angehören. Personen aus anderen Konzerngesellschaften können nur dann angegeben werden, wenn sie von der verantwortlichen Stelle ausdrücklich mit dieser Aufgabe beauftragt wurden. Allerdings verlangt das Gesetz lediglich die Meldung der mit der Leitung der Datenverarbeitung beauftragten Personen und verlangt nicht die Beauftragung von Personen mit der Leitung der Datenverarbeitung. Wenn es keine mit der Leitung der Datenverarbeitung beauftragden Personen gibt, können und müssen sie auch nicht gemeldet werden.

  9. #9
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    "Datenverarbeitung" ist im BDSG nicht IT, sondern Umgang mit den Daten, insb. Nutzung. Leiter bzgl. eines Verfahrens ist daher der Chef der Organisationseinheit, die das Verfahren betreibt, also zB Leiter Vertrieb, Leiter Produktion, Leiter Personal.
    Ulrich Dammann
    Moderator - Administrator

  10. #10
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    Naja, bei DSB0815 gibt es leider keinen Chef der Organisationseinheit o.ä.

    "...und die mit der Leitung der Datenverarbeitung beauftragten Personen,"

    Ich hätte noch eine praktische Überlegung beizusteuern.
    Es geht um die Verantwortlichkeit der Person, die für eine Umsetzung zuständig ist? Das bedeutet nicht unbedingt eine Leitungsfunktion im herkömmlichen Sinn, sondern die Funktion eines Verantwortungsträgers. Wurde also von fünf MA, die mit der Verarbeitung befaßt sind, von der GF einer auserkoren, der z.B. Bericht erstattet, Anfragen entgegen nimmt und Umsetzungen anregt, dann ist er verantwortlich für die Verarbeitung. Diese Person wurde von der GF ohne spezielle Leitungstitel ausdrücklich mit dieser Aufgabe beauftragt.
    Das nutzt DSB0815 jetzt nicht unbedingt etwas, ist aber Praxis in kleineren Unternehmen und führt weiter zu dieser Überlegung:
    Die GF ist als verantwortliche Stelle bei 1. einzutragen. Warum sollte man sie in 2. noch einmal nennen? Natürlich steht sie in umfassender Verantwortlichkeit der Verarbeitung, aber da steht sie auch schon in 1. Geht es nun um die Feststellung des persönlich Verantwortlichen und entsprechend Betroffenen im Bußgeldverfahren (Simitis), dann ist wer persönlich verantwortlich? Ein Personalleiter, der u.U. von der Verarbeitung genauso weit entfernt ist wie ein Vertriebler oder derjenige, der mit der Verfahrensentwicklung und -umsetzung betraut ist? Das wäre dann nämlich der Verantwortliche des DV-Verfahrens, auch in anderen Konzerngesellschaften. Letztendlich sind es m.E. die GF als Beauftragende und der DV-Verantwortliche der Konzerngesellschaft.

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