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Bonn, den 21. April 2005

Pressemitteilung 15/2005

Verbraucherpolitik in der digitalen Welt - Der Gläserne Kunde?

Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz Peter Schaar führt heute in Berlin gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft eine Veranstaltung zum Thema Verbraucherpolitik in der digitalen Welt - Der Gläserne Kunde? durch. Dabei werden Daten- und Verbraucherschutz bei Kundenbindungssystemen, dem Einsatz der RFID-Technik und bei Scoring-Verfahren dargestellt und diskutiert.

In der Veranstaltung unterstrich Schaar, dass heute eine klare Unterscheidung zwischen Datenverarbeitern und den Betroffenen, deren personenbezogene Daten zu schützen sind, nicht mehr möglich ist. Die Datenverarbeitung wird gleichzeitig durch das Nutzerverhalten bestimmt und damit zum Teil vom Verbraucher – dem Nutzer - selbst, etwa wenn der Betroffene mobil telefoniert oder Waren und Dienstleistungen über das Internet bestellt. Moderne Datenschutz- und Verbraucherpoltik bedeutet deshalb in erster Linie, die Technik so zu gestalten, dass das Gefahrenpotenzial für den Datenschutz begrenzt und für den Nutzer beherrschbar wird. Im Interesse der Verbraucherinnen und Verbraucher forderte Schaar Transparenz, echte Wahlmöglichkeiten und eine technische Unterstützung des Datenschutzes in den Systemen. So müssen Waren, die mit RFID-Chips ausgestattet sind, besonders gekennzeichnet werden. Die Kunden müssen die Möglichkeit haben, die Funkchips beim Verlassen des Geschäfts zu deaktivieren.