Die Beauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit

Stasi-Unterlagen

Das Stasi-Unterlagen-Gesetz gibt jedermann das Recht, Auskunft aus den vom Staatssicherheitsdienst der ehemaligen DDR zu seiner Person gesammelten Unterlagen zu erhalten, in diese Einsicht zu nehmen und Kopien daraus zu erhalten.

Dieses Recht haben einerseits die Betroffenen, das heißt die Opfer, die zielgerichtet ausgespäht wurden, und Dritte, das heißt sonstige Personen, über die der Staatssicherheitsdienst Informationen gesammelt hat, sowie andererseits mit gewissen Einschränkungen die ehemaligen Mitarbeiter des Staatssicherheitsdienstes und vom Staatssicherheitsdienst Begünstigte. Von öffentlichen und nicht-öffentlichen Stellen dürfen die Unterlagen unter anderem für die Rehabilitierung von Betroffenen, Vermissten und Verstorbenen, für die Wiedergutmachung, für den Schutz des Persönlichkeitsrechts, für die Aufklärung des Schicksals Vermisster und ungeklärter Todesfälle und der Überprüfung von bestimmten Personen im Hinblick darauf, ob sie hauptamtlich oder inoffiziell für den Staatssicherheitsdienst tätig waren, verwendet werden. Die Unterlagen sollen auch dazu beitragen, die historische, politische und juristische Aufarbeitung der Tätigkeit des Staatssicherheitsdienstes zu gewährleisten und zu fördern. Die Aufgabe, die Stasi-Unterlagen zu erfassen, zu verwahren, zu verwalten und zu verwenden, obliegt der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes.

Näheres, insbesondere hinsichtlich Ihres Auskunftsrechts, erfahren Sie unter folgender Postanschrift:

Bundesbeauftragter für die Unterlagen des
Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen
Deutschen Demokratischen Republik
10106 Berlin

Hausanschrift:
Karl-Liebknecht-Straße 31/33
10178 Berlin

Telefon: (030) 23 24-50
Fax: (030) 23 24-77 99
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