Die Beauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit

Elektromobilität - Prozesse und Datenflüsse

Auf Anregung des damaligen Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit ist 2013 am Karlsruher Institut für Technologie eine Forschungsarbeit entstanden, die sich mit den datenschutzrechtlichen Aspekten der Elektromobilität auseinandersetzt. Diese hat auch nach Inkrafttreten des Messstellenbetriebsgesetzes im Jahr 2016 nichts von ihrer Aktualität eingebüßt.

In der Forschungsarbeit werden Szenarien und Modelle der Elektromobilität in einer öffentlichen Ladeinfrastruktur betrachtet und die dabei auftretenden Abläufe und Datenflüsse untersucht. Diese werden datenschutzrechtlich bewertet und grafisch aufbereitet.

Mit Inkrafttreten des Messstellenbetriebsgesetzes als Teil des Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende im Jahr 2016 wurden die nur grundsätzlichen datenschutzrechtlichen Vorgaben des § 21g Energiewirtschaftsgesetzes aus dem Jahr 2011 konkretisiert. Die zur Wahrung des Datenschutzes im Jahr 2013 aus den allgemeinen Vorgaben des Energiewirtschaftsgesetzes in der Forschungsarbeit abgeleiteten Regelungsansätze finden sich heute weitgehend im Messstellenbetriebsgesetz wieder. Insbesondere wurde das im Ergebnis der Arbeit favorisierte Modell der Sternkommunikation, bei dem jede Stelle direkt die Daten erhält, die zur Erfüllung der jeweiligen Aufgabe erforderlich sind, mit dem Messstellenbetriebsgesetz festgeschrieben. Jedoch fehlen auch im Messstellenbetriebsgesetz spezielle Normen für den Bereich der Elektromobilität. Insoweit hat die Forschungsarbeit nichts von ihrer Aktualität eingebüßt und kann damit weiterhin eine gute Orientierung bei der Gestaltung der Prozesse und Datenflüsse in einer öffentlichen Ladeinfrastruktur für Elektromobile bieten.

Hier finden Sie den Download
"Modellierung ausgewählter Prozesse und Datenflüsse der Elektromobilität aus datenschutzrechtlicher Perspektive"