Die Beauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit

Zensus - Das Volk wird gezählt

Im Jahr 2011 wurde entsprechend einer Verordnung der EU in Deutschland eine Volkszählung durchgeführt. Die letzte Volkszählung hatte in der alten Bundesrepublik im Jahr 1987 stattgefunden. Sie war Gegenstand erbitterter Debatten. Das ursprüngliche Volkszählungsgesetz wurde vom Bundesverfassungsgericht für verfassungswidrig erklärt und die ursprünglich für 1983 vorgesehene Zählung damit gestoppt. Seitdem gehören das Volkszählungsurteil und das darin formulierte Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung zu den tragenden Säulen des Datenschutzes.

Im Jahr 2011 wurde entsprechend einer Verordnung der EU in Deutschland eine Volkszählung durchgeführt. Die letzte Volkszählung hatte in der alten Bundesrepublik im Jahr 1987 stattgefunden. Sie war Gegenstand erbitterter Debatten. Das ursprüngliche Volkszählungsgesetz wurde vom Bundesverfassungsgericht für verfassungswidrig erklärt und die ursprünglich für 1983 vorgesehene Zählung damit gestoppt. Seitdem gehören das Volkszählungsurteil und das darin formulierte Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung zu den tragenden Säulen des Datenschutzes. Im Unterschied zur Volkszählung 1987, bei der noch alle erwachsenen Bürgerinnen und Bürger unmittelbar befragt worden sind, wurden für den Zensus 2011 in großem Umfang bereits bestehende Datenbestände der Verwaltung (Register) als Basisinformationen genutzt. Dadurch konnten die Befragungen neben der brieflich durchgeführten Gebäude- und Wohnungserhebung auf eine etwa 10 % der Bevölkerung umfassende Kontrollstichprobe bei der Haushaltszählung beschränkt werden.

Für nähere Informationen zum Inhalt und zur Historie der Volkszählungen seit 1983 können Sie hier einen Blogbeitrag des ehemaligen Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Peter Schaar, im „Datenschutzforum“ aufrufen: