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Gleitende Arbeitszeit

Gleitende Arbeitszeit und elektronische Zeiterfassungssysteme kommen inzwischen bei vielen Stellen zum Einsatz.

Bei Bundesbehörden kann die gleitende Arbeitszeit eingeführt werden, wenn die dienstliche Anwesenheit der Beschäftigten automatisiert erfasst wird. Dabei dürfen nur diejenigen Daten aufgezeichnet und nur solange gespeichert werden, wie dies für die Abrechnung der Arbeitszeit erforderlich ist.

Die erfassten Daten dürfen nur den mit der Abrechnung und Kontrolle beauftragten Stellen zugänglich sein. Sie dürfen Dritten weder übermittelt werden, noch dürfen diese Zugang zu den Daten haben. So sieht zum Beispiel auch die geltende Arbeitszeitverordnung für die Beamtinnen und Beamten des Bundes ein generelles Einblicksrecht von Fachvorgesetzten in die Arbeits- beziehungsweise Gleitzeitkonten der ihnen zugewiesenen Beschäftigten nicht vor. Den unmittelbaren Vorgesetzten sind aber für Zwecke des gezielten Personaleinsatzes die Gleitzeitsalden ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mitzuteilen, sofern sich positive oder negative Salden in einer festgelegten Stundenhöhe ergeben. Diese Informationen sollen den Vorgesetzten die Planung und einen sinnvollen Einsatz der Beschäftigten in Belastungsspitzen und das Hinwirken auf den erforderlichen Saldenausgleich in Zeiten geringerer Belastung der Arbeitseinheit ermöglichen. Eine Nutzung der Daten zu anderen Zwecken ist nicht zulässig. Auf keinen Fall dürfen sie für eine Kontrolle oder Bewertung der Leistung oder des Verhaltens der Beschäftigten verwendet werden.