Die Beauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit

Arbeitnehmerdaten

Während eines Berufslebens sammelt sich über jeden Berufstätigen bei verschiedenen Stellen umfangreiches Datenmaterial an. Bei der Bewerbung erhält der Arbeitgeber Angaben über Schulbildung, berufliche Ausbildung, bisherige Tätigkeit, aber auch Angaben über die Gesundheit und so weiter.

Diese Angaben werden mit der Zeit um weitere Informationen über die Tätigkeit im Unternehmen ergänzt. Fast alle Arbeitgeber benutzen heute die automatisierte Datenverarbeitung für die Verwaltung dieser Daten. Viele Betriebe haben sogenannte Personalinformationssysteme, die die Personalverwaltung und Personalwirtschaft unterstützen. Dazu kommen noch weitere Dateien (zum Teil immer noch nicht automatisiert geführt) mit weiteren Personaldaten, wie beispielsweise Urlaubs- und Krankendaten. Die Einführung automatisierter Systeme zur Verarbeitung von Arbeitnehmerdaten unterliegt in weiten Bereichen, insbesondere soweit diese sich zur Verhaltens- und Leistungskontrolle eignen, der Mitbestimmung des Betriebs- oder Personalrats. Dazu gehört zum Beispiel die Einführung einer automatisierten Zeit- oder Telefondatenerfassung.

Betriebsräte und Personalräte dürfen Daten über Beschäftigte erheben, verarbeiten oder nutzen, soweit dies für ihren Aufgabenbereich erforderlich ist und sich dies aus dem Betriebsverfassungsgesetz oder dem Personalvertretungsrecht ergibt. Daten, die das Arbeitsverhältnis betreffen, können auch noch bei anderen Stellen gespeichert sein, beispielsweise beim Betriebsarzt, der nach dem Arbeitssicherheitsgesetz der ärztlichen Schweigepflicht unterliegt.