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Cookies

Cookies können viele Funktionen haben. Manche sind technisch notwendig – manche sollen personalisierte Werbung ermöglichen.

Cookie Wort mit 2 Keksen als o
Quelle: Getty Images International

Cookies sind kleine Textdateien, die beim Aufruf einer Internetseite vom Browser angelegt und auf dem Endgerät des Nutzers gespeichert werden. Ruft der Nutzer anschließend erneut eine Internetseite derselben Domain auf, übermittelt der Browser den Inhalt des Cookies an die aufgerufene Internetseite. In vielen Fällen enthalten Cookies lediglich eine eindeutige Online-Kennung i. S. v. Artikel 4 Nr. 1 Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Diese Online-Kennung dient dazu, den Zugriff von einem Endgerät identifizierbar zu machen (vgl. Erwägungsgrund 30 DSGVO). Der Server kann anhand der eindeutigen Kennung diesem Gerät weitere Informationen zuordnen.

Der Betreiber einer Internetseite muss die Zulässigkeit von Cookies nachweisen und den Nutzer über den Einsatz von Cookies informieren. Die Information muss den Nutzer in die Lage versetzen, die Verarbeitung durch diese Cookies nachzuvollziehen. Der Webseitenbetreiber hat für den jeweiligen Cookie über die Dauer, den Zweck der Verarbeitung und wer auf die Verarbeitung zugreift, zu informieren. Diese Informationen sind grundsätzlich vor Beginn der Verarbeitung bereitzustellen und müssen für den Nutzer jederzeit aufrufbar sein.   

Cookies können auf einer einzelnen Internetseite von mehreren Verarbeitern gesetzt werden. Setzt der Webseitenbetreiber selbst den Cookie, wird dieser Cookie als First-Party-Cookie bezeichnet. Wird der Cookie nicht durch den Webseitenbetreiber oder seinem Auftragsverarbeiter gesetzt, handelt es sich um einen Third-Party-Cookie. Für Third-Party-Cookies ist eine wirksame Einwilligung des Nutzers in die Verarbeitung mittels Cookies notwendig.

Cookies können unterschiedliche Zwecke erfüllen. Wird der Cookie beispielsweise für eine notwendige Funktion des Dienstes eingesetzt (z. B. Warenkorb eines Onlineshops), ist dies datenschutzrechtlich anders zu werten als ein Cookie, der zur Analyse des Surfverhaltens gesetzt wird. Für die Verarbeitung zur Erbringung von notwendigen Diensten bedarf es keiner Einwilligung durch den Nutzer. Wird jedoch eine Analyse des Surfverhaltens durch einen Dritten durchgeführt, ist eine Einwilligung (Opt-In) einzuholen.

Cookie-Banner

Cookie-Banner werden oftmals eingesetzt, um die Nutzer zu informieren und die Einwilligung einzuholen . Damit die erhobene Einwilligung auch wirksam ist, hat das Cookie-Banner die Anforderungen an Freiwilligkeit (freie Entscheidung des Betroffenen) und Informiertheit zu erfüllen. Ein Cookie-Banner, das lediglich in allgemeiner Form über den Einsatz von Cookies "informiert" und nur einen "zustimmen"-Button enthält, erfüllt diese Anforderungen regelmäßig nicht.

Cookie-Walls stellen einen Sonderfall der Cookie-Banner dar. Eine Cookie-Wall verlangt zunächst eine Entscheidung des Nutzers, bevor die Webseite aufgerufen werden kann. Diese Cookie-Walls sind nur dann zulässig, wenn es auch eine Alternative gibt. Dies kann ein „Cookies ablehnen“-Button sein. Zulässig ist aber ebenso, wenn beispielsweise ein journalistischer Dienst den Zugang zu den Artikeln alternativ gegen Gebühr anbietet. Die Informationspflicht bleibt jedoch weiterhin bestehen. 

In aktuellen Browsern kann der Nutzer Vorgaben hinterlegen, wie mit Cookies umgegangen werden soll. Etwa kann vorgegeben werden, dass Third-Party-Cookies oder sogar gar keine Cookies angelegt werden. Ebenso kann der Browser alle Cookies beim Schließen des Browsers löschen.