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Miniaturisierung der Informations- und Kommunikationstechnik

Unter einer Miniaturisierung wird die Verkleinerung von Bauteilen verstanden, wobei diese Bauteile aber ihren vollen Funktionsumfang beibehalten. Im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) lassen sich solche Verkleinerungen von Bauteilen bei gleichzeitiger Beibehaltung oder Vergrößerungen des Funktionsumfangs vor allem in den Bereichen der Mikroelektronik und der Mikrosystemtechnik beobachten. Die Miniaturisierung von IKT birgt allerdings auch Risiken.

Mikroplatte und eine Lötstiftspitze, die an einer Miniaturverbindung aufliegt
Quelle: Adobe Stock

Was sind die Vorteile der Miniaturisierung von IKT?

Die Vorteile einer Miniaturisierung von IKT sind vielfältig. Im Freizeitbereich liegt ein sichtbarer Vorteil beispielsweise darin, dass die Funktionen des Telefonierens, des Fotografierens, des Musikhörens, der Gesundheits-/Sportaufzeichnungen und des „Surfens“ mittlerweile durch ein einziges Gerät vollzogen werden können. Ein solches multifunktionales Smartphone lässt sich dabei bequem in jeder Hosentasche verstauen oder am Armgelenk tragen. Auch im Bereich der Hard- und Softwareentwicklung führt die Miniaturisierung der IKT zu spürbaren Veränderungen: So führt beispielsweise die fortschreitende Verkleinerung von Rechen- und Speichertechnik dazu, dass der Platzbedarf für technische Infrastrukturen in Unternehmen und Behörden immer weiter abnimmt.  

 

Risiken der Miniaturisierung von IKT

Die Miniaturisierung von IKT birgt allerdings auch Risiken. Denn miniaturisierte IT-Systeme sind oftmals so klein, dass sie nicht mehr als „Computer“ oder Informationstechnik erkannt werden. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn Mikroprozessoren in Alltagsgegenstände integriert sind. Mit der Radio Frequency Identification (RFID) rückt die Vision einer solchen allgegenwärtigen Datenverarbeitung näher. RFID-Technologien werden beispielsweise beim kontaktlosen Bezahlen (in Verbindung mit NFC), in Ausweisdokumenten (Personalausweis und Reisepass), bei der Identifizierung von Tieren (EU-Heimtierausweis), als Bestandteil des Fahrzeugschlüssels (Wegfahrsperre), bei der Müllentsorgung, an Zeiterfassungsgeräten oder als Fälschungssicherheit bei Eintrittskarten eingesetzt. Dieser Einsatz bringt neue Gefahren für die Persönlichkeitsrechte der Bürgerinnen und Bürger mit sich.

 

Miniaturisierung der IKT und Datenschutz

Um die Persönlichkeitsrechte der Bürgerinnen und Bürger bei der Nutzung von miniaturisierter IKT zu schützen, müssen bereits im Rahmen der Konzeption und Entwicklung dieser neuen Technologien Maßnahmen getroffen werden, die sicherstellen, dass das Produkt den rechtlichen Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) gerecht wird (data protection by design). Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die entsprechenden Produkte mit einer datenschutzfreundlichen Voreinstellung auszuliefern („data protection by default“). Wird eine datenschutzkonforme Nutzung der Produkte erst im Nachhinein verwirklicht, so ist dies nicht nur weniger effektiv, sondern auch kostspieliger als ein (System-)Datenschutz ab Werk.